Samstag, 11. April 2015

Bunker Diary von Kevin Brooks

Eine Entführung. Ein Bunker. Und sechs Personen, die um ihr Überleben kämpfen...

Der 16 jährige Linus, Sohn eines wohlhabenden Vaters lebt auf der Straße. So lange, bis ihn jemand entführt und in einen Bunker sperrt. Nach und nach kommen weitere Personen hinzu. Ein kleines Mädchen, ein Drogensüchtiger, eine junge Frau, ein Börsenmakler und ein schwerkranker Schriftsteller.  Diese sechs unterschiedlichen Menschen kämpfen im Bunker zusammen und doch jeder für sich ums Überleben. Der Entführer kann sie über Kameras und Mikrofone beobachten und abhören. Er belohnt und bestraft - oft auf makabre morbide Weise. Über all das führt Linus Tagebuch...bis zum Schluss.

Wow! War ich anfangs doch sehr skeptisch hat mich Kevin Brooks mit seinem "Bunker Diary" gleich nach den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Trotz des etwas eigentümlichen Schreibstils lässt sich das Buch flüssig lesen, fesselt den Leser regelrecht. Man leidet mit den Protagonisten, verteilt Sympathien und hofft bis zum Schluss, dass alles gut wird.  Ein bisschen erinnert mich das Buch an den Film "Saw" von James Wan.  Nicht so blutig spektakulär, deswegen aber nicht weniger grausam.  Ab und an habe ich mich allerdings gefragt, warum ausgerechnet diese sechs Charaktere im Bunker gelandet sind, das wird allerdings leider nicht aufgeklärt, auch nicht wer "ER" ist und was seine Beweggründe für die Entführungen dieser sechs unterschiedlichen Menschen waren. Tut der Spannung zwar keinen Abbruch, hinterlässt aber beim Leser das Gefühl, das etwas fehlt. Für ein Jugendbuch ganz schön harte Kost, aber für jeden Thriller-Fan eine mal etwas andere Art Gänsehaut zu erleben.

Das Buch ist hier bestellbar: http://www.dtv-dasjungebuch.de/buecher/bunker_diary_42214.html


  • Verlag: dtv (März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN 978-3-423-42214-7

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