Samstag, 11. April 2015

Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen, und was hier beginnt, ist einer der ergreifendsten und schönsten Liebesromane der Literatur.
Die sechzehnjährige  Hazel ist unheilbar an Krebs erkrankt ist. Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge. Durch ein bestimmtes Medikament ist es den Ärzten  jedoch gelungen, das Wachstum der Metastasen zu verlangsamen und somit Hazels Leben zu verlängern. Hazel besucht regelmäßig eine Selbsthilfegruppe für krebserkrankte Jugendliche, bei deren Sitzung sie eines Tages den 17-jährigen Augustus kennenlernt, der aufgrund seiner Krebserkrankung ein Bein verloren hat.  Die beiden lernen sich kennen und verlieben sich. Hazels größter Wunsch ist es, vom Autor ihres Lieblingsbuches zu erfahren, wie das Leben für die Protagonisten außerhalb des Romans weitergeht, doch all ihre Briefe an den Autor blieben bis jetzt unbeantwortet….

John Green beschreibt tagebuchartig Hazels Gedanken, ihren Alltag und später auch ihre Liebe  und ihre Gefühle zu Augustus. Der Schreibstil ist flüssig, teils sarkastisch und makaber, aber auch die leisen Töne kommen nicht zu kurz und bereichern mit vielen sehr schönen Zitaten.
Mir persönlich fehlt es den Protagonisten an Tiefgang und Glaubwürdigkeit. Ja, die beiden sind total süß miteinander und Gus hab ich wirklich ins Herz geschlossen, aber  kein Teenager redet und denkt so wie Hazel und Augustus!  Die Dialoge zwischen den beiden klingen für mich nicht echt und wirken für mich deshalb auch nicht wirklich nach.  Etwas überzogen fand ich auch die Figur des Schriftstellers Peter Van Houten.
Auch hat das Buch bei mir weder besondere Lachanfälle noch heftiges Schluchzen hervorgerufen. Stellenweise haben mich einzelne Abschnitte berührt aber grundsätzlich hat mich das Buch von Anfang an nicht  wirklich fesseln können, daher kann ich den Hype und die vielen sehr positiven Bewertungen für mich nicht nachvollziehen. Schade!
  • Verlag: Hanser Verlag (30.7.2012)
  • Fester Einband, 288 Seiten
  • ISBN 978-3-446-24009-4 

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