Samstag, 11. April 2015

Der Sarg von Arno Strobel

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hinein gekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …
Mein zweites Buch von Arno Strobel. Gelesen habe ich schon "Das Skript". Leider haben mich beide Bücher nicht sehr überzeugt. "Der Sarg" hat mich angesprochen, weil ich die Thematik sehr interessant fand und mich schon auf Gruselgänsehaut gefreut hatte. Ein Thema mit Potential, doch ich kam ganz schwer in die Story hinein, was nicht an dem angenehmen Schreibstil lag. Die Protagonisten waren mir nicht wirklich sympathisch. Alle wirken irgendwie klischeehaft. Eva war keine Person, mit der ich Mitleid hatte, sie hat mich einfach nicht berührt. Und welcher Psychiater übernachtet schon bei seiner Patientin wenn er nicht gerade was mit ihr hat?  Erst in der zweiten Hälfte des Buches kam für mich sowas wie Spannung auf, doch auch das Ende war dann nicht wirklich eine Überraschung, außerdem kam es zu überstürzt und wirkte gehetzt.
Für mich leider nur ein Thriller mit Mittelmaß, meiner Meinung nach hat der Autor es nicht geschafft, das enorme Potential welches das Thema hat, auszureizen. Enttäuschend…
  • Verlag: Fischer-Verlage 
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3-596-19102-4

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