Freitag, 10. April 2015

Die Frucht des Bösen von Lisa Gardner

In Boston werden innerhalb von zwei Tagen zwei Familien ermordet, erschossen, erstochen, erwürgt. Die Polizei geht jeweils vom Vater als Täter aus, was sich alsbald als falsch erweist. Trotz völlig unterschiedlicher Lebensumstände der Familien, gibt es doch eine Gemeinsamkeit, die nur der Mörder der Familien kennt. D.D. Warren und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf....
Gardner erzählt die Story in drei Handlungssträngen jeweils aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten. D.D. Warren, die Hauptermittlerin, toughe fast 40 jährige Single-Frau die ihren Job versteht und gerne mal wieder Sex hätte.
Danielle Burton, einzige Überlebende eines in ihrer Kindheit geschehenen Familiendramas und Krankenschwester auf einer Station für psychisch erkrankte Kinder. Und schließlich Victoria, die mit ihrem 8 jährigen psychisch schwer traumatisiertem Sohn Evan versucht, das gemeinsame Leben zu meistern.
Mein Fazit: Nichts für schwache Nerven! 
Ein fesselnder Thriller den man kaum aus der Hand legen mag. Durch die Erzählung aus Sicht von D.D., Danielle und Victoria wird von Anfang an ein Spannungsbogen aufgebaut, der sich bis zum Schluss durch die Story zieht. Die Kapital sind nicht zu lange, was die Spannung zusätzlich erhöht. Man ist geschockt von der Brutalität des Mörders der Familien, geschockt und entsetzt zu was der 8jährige Evan fähig ist, man durchlebt mit Danielle den Alltag auf der Station für psychisch kranke Kinder und der bevorstehende 25. Jahrestag ihres eigenen dramatischen Schicksalsschlags und die Auslöschung ihrer Familie.
Man mutmaßt ständig, wer der Mörder sein könnte, ist sich auf einmal völlig sicher und muss dann zum Schluss erfahren, dass man doch auf der falschen Fährte war....
Für mich perfekt, auch wenn mich die meines Erachtens etwas zu sehr auf Sex fixierte Ermittlerin Warren etwas genervt hat. Trotzdem tat das dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
  • Verlag: rororo
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN 978-3-499-25712-4

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