Sonntag, 12. April 2015

Die Lichtung von Linus Geschke

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt...

Jan Römer ist Journalist und soll in Vertretung für den kranken Kollegen aus der Abteilung „Ungelöste Kriminalfälle“ einen Artikel schreiben. Als Jan sieht, über was er da schreiben soll, wird er augenblicklich in die Vergangenheit katapultiert. Ein nie aufgeklärter Doppelmord, der vor 27 Jahren geschah, die Opfer zwei Teenager. Eine Tragödie, die Römers unbeschwerte Jugend abrupt enden lässt, denn 1986 waren die beiden Opfer seine Freunde und Teil einer unzertrennlichen Clique. Im ersten Moment will der junge Journalist nicht tun, was von ihm erwartet wird. Er will nicht erinnert werden an diesen schrecklichen Teil seiner Vergangenheit und an das dunkle Geheimnis, dass seit damals tief in ihm verborgen schlummert. Als Jan dann doch die Unterlagen zu dem Fall durchliest, stößt er auf schöne Erinnerungen, schreckliche Details und einige Ungereimtheiten. Zusammen mit seiner besten Freundin und Ex-Kollegin Mütze macht er sich daran herauszufinden was damals wirklich geschah und endlich Licht ins Dunkel zu bringen…

„Die Lichtung“ von Linus Geschke ist ein Buch, das man kaum noch aus der Hand legen kann. Gut und flüssig geschrieben und auch ganz ohne viel Blutvergießen und reißerische Action-Szenen ist dieser Krimi spannend von Anfang bis zum Ende. Der Autor erzählt aus der Sicht des Journalisten Jan Römer in zwei Handlungssträngen. In der Gegenwart begleitet der Leser den Journalisten bei seinen Recherchen zu dem Mordfall und ist dabei, wenn Jan alte Bekannte wieder trifft und befragt. In der Vergangenheit wird der Leser mitgenommen auf eine Reise ins Jahr 1986, in die unbeschwerte Zeit von Jans Clique, die u.a. geprägt war von der ersten großen Liebe, Sex, Fußball und das Schrauben an ihren Mopeds. Gut gefallen hat mir, das Geschke immer wieder die Musik aus der damaligen Zeit aufgegriffen hat, so mancher Leser hat sich sicherlich - so wie ich - zurück in seine Jugend versetzt gefühlt. Die Charaktere sind dem Autor meines Erachtens wunderbar gelungen, Er schafft es, die Personen, glaubhaft und authentisch wirken zu lassen. 

Ein absolut gelungener und spannender Debüt-Krimi über Freundschaft, erste Liebe und einem tragischen Wochenende im Bergischen Land, das das Leben aller Beteiligten für immer verändert. Absolute Leseempfehlung!


Das Buch ist hier bestellbar: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/die-lichtung-9783548286365.html

  • Verlag: Ullstein (10.10.2014)
  • Taschenbuch, 384 Seiten
  • ISBN-13 9783548286365

1 Kommentar:

  1. mir hat das buch auch sehr gut gefallen :0)
    lg von der numi

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