Samstag, 11. April 2015

Die weißen Schatten der Nacht von Sabine Klewe

Ein ermordetes Mädchen. Eine schockierende Entdeckung. Und zwei Ermittler, die mit ihrer eigenen Vergangenheit kämpfen.

Düsseldorf in der Vorweihnachtszeit. Die zehnjährige Antonia Bruckmann wird mit gebrochenem Genick zu Hause aufgefunden. Zahlreiche Hämatome und Abschürfungen sprechen gegen einen Unfall. Bei der Obduktion stellt sich obendrein heraus, dass das Mädchen nach seinem Tod missbraucht wurde. Die Kommissare Lydia Louis und Christopher Salomon stehen vor einem Rätsel: Ist Antonia das Zufallsopfer eines Perversen geworden, oder haben sie es mit einem Fall von häuslicher Gewalt zu tun? Ihre Ermittlungen führen Louis und Salomon zu der mysteriösen Leonie – und zu einer Wahrheit, die sie lieber nie herausgefunden hätten ...
Die weißen Schatten der Nacht ist der zweite Teil einer Krimireihe der Autorin Sabine Klewe. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, was keinesfalls bei der Lektüre dieses Buches stört. Der Schreibstil der Autorin ist schnörkellos und klar, die Story ist atmosphärisch dicht und spannungsgeladen. Die Protagonisten haben Charakter und Tiefgang und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Jedoch wird dem Privatleben des Ermittlerteams nicht zu viel Platz eingeräumt,  so dass hier auch nie Langatmigkeit oder Langeweile aufkommt. Der Leser hat keinerlei Vorsprung vor dem Ermittlerteam, lange Zeit ahnt man nicht in welche Richtung sich die Ermittlungen entwickeln werden und dann, wenn man glaubt am Ziel zu sein macht Klewe noch den entscheidenden Schlenker. Ein gut durchdachter, vielschichtiger und ungemein spannender deutscher Kriminalroman den ich kaum aus der Hand legen konnte. Hier spreche ich gerne eine 100prozentige Leseempfehlung aus.
  • Verlag: Goldmann (20.05.2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3-442-47948-1

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