Samstag, 11. April 2015

Herzblut von Klüpfel und Kobr

Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Handyanruf, der ihn ausgerechnet während einer der gefürchteten Pressekonferenzen seines Chefs erreicht, wird er Zeuge eines Mordes. „Alpträume von zu viel Schweinsbraten“, tun seine Kollegen diesen Verdacht ab. Kluftinger ermittelt auf eigene Faust und findet am vermeintlichen Tatort jede Menge Blut, aber keine Leiche. Da überschlagen sich die Ereignisse: Mehrere brutale Mordfälle, anscheinend ohne Zusammenhang, erschüttern das Allgäu. Als dann doch noch der Großteil des abgängigen Toten auftaucht und Kluftinger endlich herausfindet, was all die Verbrechen verbindet, ist es fast schon zu spät ... 
Dabei steht er auch privat unter Druck: Seit Tagen leidet er unter heftigem Herzstechen und befürchtet sofort das Schlimmste. Eine demütigende Untersuchung bei Erzfeind Doktor Langhammer scheint das zu bestätigen. Doch der Kommissar ist entschlossen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Aber ob fleisch- und kässpatzenarme Ernährung und ein Yogakurs da die richtigen Mittel sind?
Als echter Kluftinger-Fan bin ich froh, dass das Autorenduo wieder zu seiner gewohnten Stärke zurückgefunden hat. Die beiden Vorgängerbände konnten mich leider nicht so ganz überzeugen. Aber „Herzblut“ hat mal wieder alles, was das Kluftinger-Fan-Herz begehrt.  Flüssiger angenehm zu lesender Schreibstil,  die nötige Portion Spannung eingebettet in den täglichen Klufti-Alltag mit all seinen Tücken und  natürlich die Szenen mit Dr. Langhammer, die hier nicht so übertrieben dargestellt werden wie z.B. in „Rauhnacht“ wo mir die Kabbeleien zwischen den beiden eher zu überzogen schienen und mich eher genervt anstatt amüsiert haben. Ich habe teilweise schallend gelacht und habe mich bestens unterhalten gefühlt. Was will man mehr? Von mir eine absolute Leseempfehlung!
  • Verlag: Droemer Knaur (26.02.2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3-426-19937-4

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