Freitag, 10. April 2015

Sanctus von Simon Toyne

Es gibt einen Ort, der für alle Welt verboten ist: die Bergzitadelle von Trahpah. Nun flimmern unglaubliche Bilder über die Fernsehschirme. Sie zeigen ein Kreuz auf dem Gipfel der verbotenen Festung. Ein Kreuz, das dort nicht stehen dürfte. Als die Kameras näher heranzoomen, wird ein Mönch erkennbar, die Arme zu beiden Seiten ausgestreckt, den Kopf gesenkt. Erst nach Stunden bewegt er sich - und springt in den Tod. Nur wenige wissen: Das war ein symbolischer Akt, der die Augen der Welt auf Trahpah lenken sollte. Denn hier befindet sich das älteste Geheimnis der Menschheit, vom Orden der Sancti seit 3000 Jahren bewacht. Und nun ist die Zeit gekommen, dieses Geheimnis zu offenbaren - auch wenn es die Welt für immer verändern wird .
 In einer fiktiven Stadt in der Türkei lebt und bewacht in einer Zitadelle ein geheimnisvoller uralter Orden ein Sakrament. Nur wenige Mönche, die Sancti, wissen um dieses Geheimnis welches unter allen Umständen bewahrt werden muss. Bruder Samuel ist einer von ihnen, doch er entkommt dem Orden und  begeht Selbstmord in der Hoffnung, das Rätsel um das Sakrament an die Öffentlichkeit zu bringen. Seine Schwester Liv, die ihren Bruder schon lange tot glaubt kommt in die Türkei, da Samuel ihr eine rätselhafte Botschaft hinterlassen hat  und ahnt nicht in welche mysteriösen Geheimnisse sie hineingezogen wird und in welcher Gefahr sie schwebt.
Hatte ich zuerst etwas Mühe in die Story hineinzufinden, so schafft es der Autor jedoch durch kurze temporeiche Kapitel und schnelle Szenenwechsel zu fesseln und die Spannung zu halten. Schreibstil und Sprache sind flüssig und gut zu lesen. Die Charakterisierung der einzelnen Protagonisten wird ausreichend und ohne Schnörkel und langatmige Erklärungen beschrieben. Automatisch findet man sich in  Spekulationen rund um das Mysterium. „Sanctus“ ist dem Genre „Thriller“ durchaus würdig. Einziger Schwachpunkt dieses Romans ist das Ende, wird die Lösung doch in wenigen Seiten durch hektische Geschehnisse etwas in den Hintergrund gedrängt und wirkt, da nähere Aufklärung und Hintergrundinformationen fehlen, etwas an den Haaren herbei gezogen. Alles in allem aber ein guter Thriller.
  • Verlag: Bastei Lübbe (17.02.2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3-404-16636-7

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