Sonntag, 12. April 2015

Todesqual von Robert Ellis

Eine junge schwangere Frau wird tot in ihrem Bett gefunden – vom Bauch bis zur Kehle aufgeschlitzt. Detective Lena Gamble von der Mordkommission in Los Angeles glaubt zunächst, dass die Frau von ihrem Mann getötet wurde. Aber als weitere brutale Frauenmorde verübt werden, wird klar, dass die schrecklichen Taten auf das Konto eines perversen Serienmörders gehen. Der Killer vergewaltigt seine Opfer, bevor er sie tötet, weshalb die Presse ihn zynisch „Romeo“ tauft. Lena ermittelt fieberhaft – und gerät bald selbst in das Visier des Serienkillers …
Detective Lena Gamble und ihr Partner Novak der kurz vor seiner Pensionierung  steht, werden zu einem Mordfall gerufen. Eine junge Frau, schwanger  wurde auf grausame Weise getötet und ihre Leiche makaber in Szene gesetzt. Zuerst geht die Mordkommission davon aus, dass ihr Ehemann für den Mord verantwortlich ist. Viele Indizien sprechen dafür.  Doch dann die erschreckende Erkenntnis: Los Angeles hat einen neuen Serienkiller, der seine Opfer zuerst vergewaltigt und dann grausam tötet. Die Morde nehmen zu und mit ihnen die Brutalität. Lena und ihr Team ermitteln fieberhaft, doch der Täter scheint immer eine Spur voraus zu sein. Besitzt der Mörder etwa Insiderwissen? Doch Lena hat noch andere Sorgen. Sie hat noch immer nicht mit dem Tod an ihrem Bruder abgeschlossen und mit ihrem neuen Fall wird auch der Mord an David neu aufgerollt. Bald steht Lena selbst im Blickpunkt des Killers und weiß irgendwann nicht mehr, wem  in ihrem Umfeld sie noch trauen kann…
„Todesqual“ von Robert Ellis ist mal wieder ein älteres Schätzchen aus meinem Bücherregal und als solches kann man es auch durchaus bezeichnen.  Es dauert ein bisschen, bis man als Leser richtig in die Story eintaucht, zuerst deutet alles auf einen durchschnittlichen Thriller hin. Doch dann ist man mittendrin in einem richtig guten und spannenden Thriller. Man begleitet die toughe Protagonistin Lena bei ihrer mühsamen Polizeiarbeit, die realistisch und nachvollziehbar beschrieben wird.  Die junge Frau wirkt sympathisch und echt. Auch wenn der Autor die Identität des Killers bald Preis gibt, tut das der Spannung keinen Abbruch, im Gegenteil.  Der Leser ist zusammen mit dem Mörder der Polizei immer den entscheidenden Schritt voraus,  was das Mitfiebern noch spannender werden lässt. Ellis bedient sich in seinem Buch den üblichen Klischees eines Thrillers, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tut.  Zum Ende überschlagen sich dann die Ereignisse, diverse Wendungen und überraschende Ereignisse führen zu einem spannenden und rasanten Showdown.  Alles in allem ein guter und spannender Thriller, für den ich sehr gerne gute vier Sterne gebe. Für den 5. Stern hat mir dann letztlich doch das letzte Quäntchen Originalität gefehlt.
  • Verlag: Goldmann (9. Juni 2008)
  • Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-46625-2


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