Montag, 22. Juni 2015

Mordsommer von Rudi Jagusch

Klappentext:
Ein anonymer Brief erreicht die angehende Oberstaatsanwältin Nina Lehmann. Die Enthüllung eines streng gehüteten Geheimnisses würde ihre Karriere ruinieren. Doch sie will sich nicht einschüchtern lassen und fährt zu dem im Brief genannten abgelegenen Ort in der Eifel. Zu ihrer Überraschung ist sie nicht allein einbestellt worden. Nach und nach treffen weitere fünf Mitglieder ihrer alten Schulclique ein, die ebenfalls etwas zu verbergen haben. Ein grauenhaftes Psychospiel beginnt.

Staatsanwältin Nina Lehmann steht auf der Sonnenseite ihrer beruflichen Karriere. Gerade hat sie einen brisanten Fall erfolgreich abgeschlossen und ihr Chef bietet ihr die Stelle als leitende Oberstaatsanwältin an. Doch dann katapultiert ein anonymer Brief die junge Frau zurück in ihre unrühmliche Vergangenheit und droht darin ein Geheimnis Preis zu geben, welches ihre erst am Anfang stehende Karriere mit einem Schlag ruinieren könnte. Nina fährt also, wie in dem anonymen Schreiben verlangt, zu einem abgelegenen Ort in der Eifel. Dort trifft sie auf fünf ehemalige Freunde, die ebenfalls durch einen geheimen Brief dorthin bestellt wurden. Zusammen mit Nina bildeten sie damals eine Clique die von „Spielen“ der ganz besonderen Art nicht genug bekommen konnte. Doch nun haben diese Menschen nur ein gemeinsames Interesse, nämlich dass dieses Geheimnis für immer gehütet wird. Der anonyme Briefeschreiber lenkt die ehemalige Clique, ausgerüstet mit Rucksäcken und Verpflegung, in ein verlassenes, weit abgelegenes Dorf, genannt Staudenhof. Dort beginnt ein wahrhaftiges Psychospiel, auf das bald eine Leiche folgt. Nina Lehmann will nur noch eines…Überleben!

„Mordsommer“ ist mein erstes Buch von Rudi Jagusch und wird wohl auch nicht das Letzte bleiben. Schon gleich nach den ersten Seiten wird man gepackt und ist gleich gefesselt von der Geschichte. Jetzt schon fragt man sich, wer wohl der anonyme Briefeschreiber ist. Vielleicht der, der immer mal wieder zwischen den einzelnen, sehr kurz gehaltenen Kapiteln zu Wort kommt? Man sehnt sich das aufklärende Ende herbei und wünscht sich doch, dass nicht gleich schon alles vorbei ist. Brutal und detailliert schonungslos werden einzelne Szenen beschrieben, ganz klar nichts für schwache Nerven. Zu den Protagonisten kann ich nur sagen, dass ich eigentlich für keinen Einzigen wirklich Sympathie aufbauen konnte, was vom Autor möglicherweise so gewollt war. Seltsamerweise hat mich das in Rudi Jaguschs Thriller nicht gestört, fast schon war ich dankbar für die „Abreibung“ die die 7 Mitglieder der Clique durchaus verdient haben. 

Mit „Mordsommer“ ist Rudi Jagusch ein spannender, brutaler und schnörkelloser Thriller mit einem flüssigen Schreibstil gelungen, den man kaum aus der Hand legen kann. Auch wenn man die Empfindung hat, man will nicht mehr weiterlesen um der Grausamkeit einzelner Szenen zu entkommen, so will man aber doch wissen, ob es wirklich noch schlimmer kommen kann. Klasse! Mal wieder ein wirklich guter deutscher Thriller von dem zart Besaitete besser die Finger lassen, für alle anderen gilt eine absolute Leseempfehlung!


Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Mordsommer-Thriller/Rudi-Jagusch/e452669.rhd

Verlag: Heyne (9. März 2015)
Taschenbuch, Broschur, 464 Seiten
ISBN: 978-3-453-43785-2

1 Kommentar:

  1. Das Buch Subt schon Monate lange hier vor sich hin, aber echt schöne Rezi!

    LIebe Grüße
    Jessi

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