Mittwoch, 3. Juni 2015

Wer ruhig schlafen kann von Mechthild Lanfermann



Klappentext:

Berlin im Hochsommer: Radioreporterin Emma Vonderwehr springt als Gerichtsreporterin ein und wieder meldet sich ihr kriminalistischer Instinkt. Auf dem Alexanderplatz ist das Straßenmädchen Hilke tot aufgefunden worden. War es wirklich der alte Paule, der zwar notorisch zu viel trinkt, aber eigentlich ganz friedlich scheint? Als Emma nach der Verhandlung mit der Freundin der Toten spricht, bemerkt sie, dass diese vor etwas Angst hat. Emma beginnt in der Berliner Straßenszene zu recherchieren und wird mit Gewalt und Drogen konfrontiert. Hilke soll sich prostituiert haben, doch Emma zweifelt an der Geschichte. Sie hat einen schrecklichen Verdacht …


Sommer in Berlin und die Journalistin Emma Vonderwehr muss als Gerichtsreporterin einspringen. Eigentlich ist von dem Prozess, von welchem Emma berichten soll nichts Spektakuläres zu erwarten, denn der Angeklagte, der alkoholkranke Obdachlose Paul Koslowski, hat den Mord an dem Straßenmädchen Hilke Elmer, bereits gestanden.  Doch dann stört ein junges Mädchen die Verhandlung und behauptet, dass der Paule die Hilke niemals umgebracht hat.  Emma folgt dem Mädchen und das, was Maren ihr erzählt, lässt die junge Reporterin tatsächlich an der Schuld des Obdachlosen zweifeln. Emma beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und begibt sich in das Milieu von Drogensüchtigen, und Obdachlosen und gerät auf eine heiße Spur, die je heißer und klarer sie wird, auch umso gefährlicher für Emma wird…


„Wer ruhig schlafen kann“ ist mein erstes Buch von Mechthild Lanfermann , so dass ich die Hintergründe und den einzelnen Charakteren und Protagonisten nicht kenne. Dies hat mich aber beim Lesen nicht beeinträchtigt, da die Autorin die privaten Abschnitte der Hauptprotagonisten eher kurz gehalten hat. Lanfermann erzählt ohne zu werten oder zu urteilen über das Leben auf der Straße und über die Menschen die sich freiwillig für dieses Leben entschieden haben, oder aber über die Obdachlosen, die durch einen Schicksalsschlag dieses Leben meistern müssen. 


Der Leser begleitet die Reporterin Emma Vonderwehr bei ihren Ermittlungen und bei ihrer Arbeit als Reporterin. Außerdem bekommt man  Einblick in die Welt eines Topmanagers und man fragt sich, wie dieser Teil der Handlung zu der Ermordung des jungen Straßenmädchens passt. Am Schluss führen aber alle Handlungsstränge zusammen und man bekommt ein alles erklärendes  Ende präsentiert.

„Wer ruhig schlafen kann“ ist ein gut und flüssig geschriebener und leicht zu lesender deutscher Krimi, mal mehr mal weniger spannend aber leider ohne wirkliche Überraschungen.  Von mir gibt’s 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Das Buch kann hier bestellt werden:

Verlag: btb (9. Juni 2014)
Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten
ISBN: 978-3-442-74724-5

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