Samstag, 29. August 2015

Todeswunsch von Michael Robotham


Klappentext:
Der Psychologe Joe O’Loughlin ist sich nicht sicher, ob er sich ausgerechnet die frühreife Sienna Hegarty als beste Freundin für seine Tochter Charlie wünscht. Doch als sie eines Abends blutüberströmt bei den O’Loughlins auftaucht, versucht Joe alles, um ihr zu helfen. Denn im Haus der Hegartys ist etwas Schreckliches passiert: Siennas Vater liegt tot in ihrem Zimmer – jemand hat ihm die Halsschlagader durchtrennt, und Sienna kann sich an nichts erinnern ...

Zum Inhalt:
Eines Abends steht die beste Freundin von Psychologe Joe O’Loughlins Tochter Charly vor der Tür. Sienna ist blutüberströmt, völlig verstört und läuft kurz danach panisch wieder weg. Als Joe sie findet ist sie nicht ansprechbar. Der Psychologe erfährt, dass Siennas Vater ermordet in ihrem Zimmer liegt, erschlagen und mit aufgeschlitzter Kehle. Alles deutet daraufhin, dass Sienna ihren Vater ermordet hat. O’Loughlin glaubt nicht an die Theorie der Polizei und will dem völlig traumatisierten Teenager helfen. Er wird damit betraut, das psychologische Gutachten über Sienna zu erstellen und taucht bald tief hinein in einen Sumpf aus Lügen, Missbrauch und Gewalt, die auch den hartgesottenen Psychologen an die Grenzen seiner Belastbarkeit führen…

„Todeswunsch“ ist der fünfte Teil der Thriller-Reihe von Michael Robotham rund um den Psychologen Joe O’Loughlin. Man ist gleich mitten in der Story und sogleich davon gefangen, obwohl der Autor in seinem gewohnt trägen Stil erzählt, was nicht negativ zu werten ist, im Gegenteil, ich mag die Schreibweise von Robotham und die darin verborgenen vielen Details sehr gerne. In mehreren Handlungssträngen wir der Leser geschickt zum Ende und zur Aufklärung des Falles geführt. Bis dahin werden viele falsche Fährten gelegt, um möglichst lange die wahre Identität des Mörders zu verschleiern. Man erfährt wieder ein Stück mehr über O’Loughlin und seine Probleme mit „Mr. Parkinson“ und wie er wegen der erst kürzlich erfolgten Trennung von seiner Frau und der dadurch zwangsläufigen räumlichen Trennung von seinen beiden Töchtern leidet. Auch der zwischenzeitlich Pensionierte Polizist Vincent Ruiz ist wieder mit von der Partie, den ich aufgrund seiner ganz speziellen Art in mein Herz geschlossen habe. Es empfiehlt sich schon alleine deswegen, die Vorgängerbände zu lesen um den Überblick zu behalten. 

Obwohl „Todeswunsch“ wieder absolut gut gelungen, voller Spannung und mit vielen psychologischen Anmerkungen versehen ist, habe ich doch einen kleinen Kritikpunkt. Ich hatte den Eindruck, dass nicht alle offenen Fragen beantwortet wurden, z.B. das Szenario um Gunsmoke wurde meines Erachtens nicht aufgeklärt. Robotham hat mich aber wie so oft bestens unterhalten. Ein Muss für alle Fans des Autors und von mir natürlich eine Leseempfehlung. 


Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Todeswunsch-Psychothriller/Michael-Robotham/pr399700.rhd?pub=4000&men=783&mid=5

Verlag: Goldmann (16. Oktober 2012)
Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN: 978-3-442-47871-2

Kommentare:

  1. Hi :D
    Eine schöne Rezension, deine Begeisterung für den Autoren kommt gut rüber! Ich wollte auch schon lange mal was von ihm lesen! ;)

    Liebe Grüße
    Jessi

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  2. Hallo,

    deine Rezi klingt super und dabei fällt mir ein, dass ich hier auch ein Buch vom Autor habe, welches ich schon längst lesen wollte. "Erlöse mich" ist der Titel, wenn das keine Aufforderung an mich ist!! :-)

    Liebe Grüße
    sommerlese!

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