Dienstag, 27. Oktober 2015

Der Eismann von Silja Ukena






Klappenext:
Tödliche Kälte, eiskalte Morde — und ein unverzeihliches Verbrechen ...
Hauptkommissar Bruno Kahn ist genervt: Der Berliner Winter ist sibirisch kalt. Zudem reißen ihn zwei Todesfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, aus seiner vorweihnachtlichen Trägheit. Ein Rentner aus Lichtenberg wird in seinem Schrebergarten auf grausame Art gefesselt und ermordet. Eine Opernsängerin stürzt aus ihrer Altbauwohnung. Der einsame Wolf Bruno Kahn würde am liebsten durch Berlin flanieren, um in Ruhe Witterung aufzunehmen. Doch seine Kollegin Laura Conti und der neue Workflow der 7. Mordkommission machen Kahns Alleingang einen Strich durch die Rechnung. Als schließlich die Presse Wind bekommt, scheint alles drunter und drüber zu gehen. Dann taucht eine dritte Leiche auf …

Ein eisiger Winter hat die Hauptstadt fest im Griff und der eigenbrötlerische und auch etwas altmodische Hauptkommissar Bruno Kahn wird zu einem Mordfall in eine Berliner Kleingartensiedlung gerufen. Dort wurde ein alter Mann nackt und auf einem Stuhl gefesselt in seiner Datsche gefunden. Auch wenn Kahn am liebsten für sich alleine die Ermittlungen aufnehmen würde, so muss er sich doch mit seiner jungen und temperamentvollen Kollegin Laura Conti arrangieren, die gerne laut flucht und viel redet, Workflows gut findet und auch noch gerne Auto fährt. Alles Dinge, mit denen der Kommissar so gar nicht warm werden mag. Dann stürzt auch noch eine Opernsängerin aus ihrer Altbauwohnung und was zunächst wie Selbstmord aussieht, entpuppt sich doch schnell als Mord. Für die Presse ein gefundenes Fressen. Besonders ein geheimnisvoller Schreiberling macht dem Kommissar mit seinen Artikeln über die aktuellen Ermittlungen das Leben schwer. Dann wird eine dritte Leiche gefunden und Kahn und sein Team müssen tief in der Vergangenheit graben, wenn sie die Taten aufklären wollen…

„Der Eismann“ ist der Debütroman von Silja Ukena. Ruhig und unaufgeregt kommt der Kriminalroman daher, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Neben der Aufklärung der Fälle, die den Leser in die deutsch-deutsche Vergangenheit entführen und auf einer wahren Begebenheit beruhen, lässt die Autorin ihre Leser teilnehmen an Kommissar  Kahns einsamen Streifzügen kreuz und quer durch das winterliche Berlin. Der Hauptcharakter in Form von Bruno Kahn war mir trotz oder wahrscheinlich sogar wegen seiner eigenbrötlerischen Art gleich sympathisch. Man darf gespannt sein, ob Ukena in ihrem nächsten Roman näher auf Kahns Vergangenheit in Paris eingeht. Kahns junge Kollegin Laura Conti ist das krasse Gegenstück zu dem Kommissar, lebendig, hochmotiviert und vor allem modern, bildet sie einen guten Kontrast und macht das Team irgendwie runder.

„Der Eismann“ ist ein gut durchdachter und ruhig vor sich hinplätschernder Kriminalroman mit einigen langatmigen Passagen, der einen Tick mehr Spannung gut vertragen hätte. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und die Streifzüge durch die eisige Hauptstadt sehr genossen. Auf jeden Fall lesenswert.

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Buch/Der-Eismann-Kriminalroman/Silja-Ukena/e458828.rhd

Verlag: Blanvalet (19. Oktober 2015)
Gebundenes Buch, 384 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0525-7

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