Montag, 2. November 2015

Dunkle Havel von Tim Pieper





KIappentext:

Als Hauptkommissar Toni Sanftleben in die Potsdamer Innenstadt gerufen wird, geht er zunächst von einem Routinefall aus. Doch dann findet er in den Sachen des Mordopfers das verblasste Foto einer Frau – es ist seine Frau Sofie, die vor sechzehn Jahren auf dem Baumblütenfest in Werder spurlos verschwand. Sanftleben ist wie elektrisiert. Wird er endlich herausfinden, was damals wirklich geschah?


Zum Inhalt:

Frühjahr 1998, Baumblütenfest in Werder. Auch das junge Ehepaar Toni und Sofie feiern mit vielen anderen Menschen  ausgelassen am Rand der Havel. Doch der Abend endet in einer Tragödie, denn Sofie verschwindet spurlos. Alles deutet auf Selbstmord durch Ertrinken hin. Doch die Leiche der jungen Frau wurde nie gefunden…

16 Jahre später, Toni Sanftleben hat  mittlerweile eine  Ausbildung bei der Polizei absolviert, ist Kriminalhauptkommissar und lebt mit seinem 17jährigen Sohn Aaron auf einem Hausboot, als er zu einem scheinbar routinemäßigen Einsatz gerufen wird. Ein Mordopfer wurde in der Potsdamer Innenstadt in einem Baucontainer gefunden.  Bei seinen Habseligkeiten wurde  unter anderem ein Foto gefunden, das eine junge Frau zeigt, die Sanftleben mehr als gut kennt. Es handelt sich um seine vermisste Frau Sofie. Ist das Foto der Schlüssel zu dem roten Faden, auf den er schon so lange wartet, um das Verschwinden seiner Frau nun endlich aufzuklären?  Sein ganzes Leben ist geprägt von der Suche nach Sofie und Toni setzt alles daran herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist und kommt dabei nicht nur einem dunklen Geheimnis auf die Spur…


„Dunkle Havel“ von Tim Pieper  ist ein flüssig zu lesender und in kurze spannende Kapitel aufgeteilter Kriminalroman. Der Leser begibt sich zusammen mit dem Hauptprotagonisten Toni Sanftleben an die polizeilichen Ermittlungen im aktuellen Mordfall  und erfährt gleichzeitig Details über  Tonis Suche nach seiner verschwundenen Frau Sofie. Diese Suche ist seit 16 Jahren Teil seines Lebens, fast schon fanatisch verfolgt er jede noch so kleine Spur. Er bemerkt, oder will nicht bemerken, wie sein Sohn Aaron darunter leidet. Sein Schicksal hat Toni Sanftleben zum Trinker gemacht. Pieper bedient dadurch mal wieder das typische Klischee, was mich wirklich gestört hat. Gut hat mir die eigentliche Geschichte um das Tötungsdelikt gefallen, die tief in einen Sumpf aus Gewalt, Missbrauch und Drogen führt. 


Für mein Empfinden wirkt der Kriminalroman konstruiert und stellenweise mehr als unglaubwürdig. Das Ende ist dann irgendwie übereilt und auch der anschließende Prolog reißt es nicht mehr raus.

Tim Piepers „Dunkle Havel“ hat mich leider etwas enttäuscht, weswegen ich nur drei Sterne vergeben kann. 

Das Buch kann hier bestellt werden:

Verlag: emons: (12. März 2015)
Broschur, 256 Seiten

ISBN 978-3-95451-507-3

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