Mittwoch, 25. November 2015

Federspiel von Oliver Ménard

Klappentext:
Er liebt junge Frauen. Er holt sie sich. Niemand kann ihn stoppen.
Als die Fernsehmoderatorin Sarah Wagner spurlos verschwindet, nimmt eine Journalistin die Jagd nach dem unbekannten Entführer auf: Christine Lenève. Eine Frau, die unbeirrbar ihrem Instinkt folgt. Die Spur führt sie zurück in die Vergangenheit - zu Ikarus, dem gefährlichsten Serienmörder der DDR. Stets hinterließ er eine Feder am Tatort und schickte die Asche seiner Opfer an die Eltern. Hat der Psychopath wieder zugeschlagen? Bei ihren Nachforschungen gerät Christine in ein doppelbödiges Spiel, bei dem sie ihr Leben riskiert.

Zum Inhalt:
Die junge und erfolgreiche Fernsehmoderatorin Sarah Wagner verschwindet spurlos. Ihr Chef, Chefredakteur eines Berliner Fernsehsenders, beauftragt die Journalistin Christine Lenève, sich dem Fall anzunehmen und das Rätsel um Sarahs Verschwinden aufzuklären. Das alles erfolgt ohne dass die Polizei informiert wird. Die Journalistin findet in der Wohnung der Vermissten auf den ersten Blick keinerlei Spuren von Gewalt, lediglich eine Feder die auf dem Kopfkissen liegt, lässt sie stutzen. Sie ahnt noch nicht, dass dieser Fund sie zurück in die Vergangenheit führt, zu einem der gefährlichsten Serienmörder der DDR…
„Federspiel“ ist das hochgelobte Thriller-Debüt von Oliver Ménard in dem sich der Leser zusammen mit der unerschrockenen Journalistin Christine Lenève auf die Suche nach der verschwundenen Fernsehjournalistin Sarah Wagner und auf die Jagd nach einem gefährlichen Serienmörder macht. Ich habe nicht gleich in die Story hineingefunden, dann aber kam Spannung auf und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ein Buch, in dem es neben der Aufklärung des Falles auch um Freundschaft, Liebe und Vertrauchen geht. Nichtsdestotrotz kann „Federspiel“ nichts wirklich Neues aufweisen und der Autor greift tief in die Klischeekiste. Mit der Hauptprotagonistin Christine wurde ich auch nicht so wirklich warm, für mich kein Charakter der Empathie auslöst. Ihr Egoismus und ihre Alleingänge sind mir auf die Nerven gegangen und auch die anderen Protagonisten kamen mir zu dünn daher. Auch hier wurde mit Klischees nicht gegeizt. Ein ehemaliger frustrierter Hacker und ein sich im Ruhestand befindender Kriminalbeamter, der an einem nicht aufgeklärten Fall zerbrochen ist und nun einsam und allein sein Dasein fristet. Das alles hört sich nicht sehr nett an, dabei meine ich es nicht wirklich böse. Da ich mit Vorliebe Krimis und Thriller lese, wird die Messlatte für eine Bewertung von mir automatisch sehr hoch angesetzt.

Alles in allem ein sehr ordentlicher und auch spannender Thriller der mich gut unterhalten, aber nicht wirklich begeistert und überrascht hat. 


Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.droemer-knaur.de/buch/8047419/federspiel

Verlag: Droemer Knaur  (1. September 2015)
Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN: 978-3-426-51656-0

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