Donnerstag, 21. Januar 2016

Immer montags beste Freunde von Laura Schroff und Alex Tresniowski



Klappentext:

Eine Frau, die alles hat.
Ein Junge, dem alles fehlt.
Eine untrennbare Freundschaft.


Wie jeden Montag läuft Laura durch die Straßenschluchten von New York zur Arbeit. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehenbleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen und sie unterhalten sich. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche, immer montags. Im Laufe der Jahre verändert der kleine Junge ihr Leben - und sie seins.


Zum Inhalt:

Laura ist 35 ist Single, hat eine luxuriöse Wohnung und lebt mehr oder weniger für ihren Job als sie den Straßenjungen Maurice kennenlernt. Sein Leben ist das krasse Gegenteil. Er lebt mit seiner Familie in einem einzigen Zimmer, er hat selten genug zu essen, seine Mutter ist schwer drogensüchtig. Gewalt und Drogen prägen sein tägliches Leben. Der Junge ist auf sich gestellt und versucht sich, mit dem Erbetteln von Kleingeld über Wasser zu halten. Seine Zukunft scheint vorprogrammiert, ein Leben als Drogendealer, Krimineller, Obdachloser. Doch dann begegnet ihm Laura, die ihn an einem Montag ein Essen spendiert, die beiden wiederholen ihre Treffen immer montags und es wächst eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden heran, die nicht nur das Leben des jungen Maurice verändert, sondern auch Lauras Blickwinkel wird zu einem anderen.


„Das Buch „Immer montags beste Freunde“ von Laura Schroff hat beim Stöbern in einer Buchhandlung mein Interesse geweckt. Für ungewöhnliche Freundschaften und Geschichten konnte ich mich schon immer begeistern. Die Autorin erzählt in eher sachlichem Ton von dem Kennenlernen zwischen ihr und Maurice, wie sich aus den ersten Begegnungen und Treffen zum Essen eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt. Laura bietet dem Jungen ein Leben jenseits von seinem persönlichen Elend, er lernt ihre Familie kennen und genießt die Spielnachmittage mit deren Kinder. Vor allem war Maurice überwältigt von dem großen Esstisch, an dem die ganze Familie Platz findet, zusammen essen und reden und erzählen. Das hat den Jungen sehr beeindruckt und sein großes Ziel ist es, irgendwann auch so einen Tisch für seine Familie zu besitzen. Dieser Wunsch hat mich sehr berührt. Die Autorin erzählt aber nicht nur von ihrer Freundschaft zu dem jungen Maurice, der Leser erhält auch immer wieder Einblick in die Vergangenheit von Laura. Ihre Kindheit war zwar glücklich, jedoch geprägt von der Angst vor ihrem gewalttätigen Vater. Dieser konnte nüchtern herzensgut zu seinen Kindern und seiner Frau sein, hatte er getrunken, brach über die Familie die Hölle auf Erden herein.


Alles in allem war „Immer montags beste Freunde“ ein berührendes und ergreifendes Buch. Allerdings hatte es immer wieder seine Längen und mir haben irgendwie die Emotionen in der Erzählweise gefehlt. Alles wirkte irgendwie heruntergeleiert und mir war auch nicht immer klar, in welcher Zeit Laura Schroff gerade erzählt. Das war leider etwas verwirrend und hat den Lesefluss doch beeinträchtigt. Nichtsdestotrotz ein lesenswertes Buch über eine wunderbare Geschichte mit einem Happy End und einer ungewöhnlichen Freundschaft, die auch heute noch Bestand hat. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Paperback/Immer-montags-beste-Freunde/Laura-Schroff/Diana/e479445.rhd

Verlag: Diana (5. Oktober 2015)
Paperback, Klappenbroschur, 305 Seiten
ISBN: 978-3-453-29175-1


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