Dienstag, 16. Februar 2016

Das dänische Mädchen von David Ebershoff




Klappentext:
Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.

Zum Inhalt:
Die Amerikanerin Greta Waud und ihr Mann Einar Wegener, ein erfolgreicher Landschaftsmaler, führen im Kopenhagen der 20er Jahre ein ruhiges und glückliches Leben, welches sie ganz ihrer Kunst widmen. Eines Tages ist Gretas Modell verhindert und die Portraitmalerin bittet ihren Mann Einar sich die Frauenkleider anzuziehen und für sie Modell zu sitzen. Dieser Moment löst in Einar alles verändernde Gefühle aus. Er fühlt sich sehr wohl als „Lili“, genießt seinen Körper auf völlig andere Weise. Greta bemerkt die Veränderungen und ermuntert ihn sogar „Lili immer öfter erscheinen zu lassen und sogar als Frau auf die Straße zu gehen. Bald verschwindet Einar fast vollständig und Greta merkt, wie sich ihr geliebter Mann immer mehr von ihr entfernt und immer mehr ganz in „Lili“ verschwindet. Um ihm zu helfen sich vollständig zu fühlen, sucht Greta einen Arzt auf, der bereit ist, aus Einar eine Frau zu machen…

Auf das „Dänische Mädchen“ bin ich zu allererst durch die Kinovorschau zum Film „The Danish Girl“ aufmerksam geworden. Da dieser noch nicht in unseren Kinos läuft, wollte ich unbedingt zuerst das Buch von David Ebershoff lesen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich in die Geschichte gefunden habe, dann hat sie mich aber umso mehr, zumindest zu großen Teilen, in ihren Bann gezogen. Ebershoff schreibt einfühlsam und schafft es, ausgeglichen sowohl Einars innere Zerrissenheit wie auch Gretas Gefühlswelt auszuleuchten. Ich persönlich weiß nicht, vor welcher der beiden Personen ich mehr Hochachtung habe, vor Einar, der seinem unbändigen Wunsch voll und ganz  „Lili“ zu sein nachgibt und seinen Weg bis hin zur Geschlechtsumwandlung geht, oder aber vor Greta, die aus Liebe zu ihrem Mann ihr Leben und ihr Glück an die Seite stellt und ganz in der Unterstützung Einars aufgeht. Die vielen Passagen über die Kunst waren mir persönlich etwas zu langatmig, auch wenn dieser Teil ja ein wichtiger Bestandteil von Gretas und Einars Leben war. Etwas verwundert hat mich auch, dass das persönliche Umfeld der Eheleute allesamt positiv auf „Lili“ reagierten, ich kann mir das für die 20er Jahre nur schwerlich vorstellen.
„Das Dänische Mädchen“ ist ein einfühlsames und sehr gefühlvolles Buch und eine Hommage auf Toleranz, Liebe und Mut. Ich freue mich wirklich auf den Film, das Buch ist auf jeden Fall sehr lesenswert.

Das Buch kann hier bestellt werden:

Verlag: Goldmann (21. Dezember 2015)
Broschur, 384 Seiten
ISBN: 978-3-442-47279-6
 




1 Kommentar:

  1. Ich möchte mir unbedingt den Film mit Eddie Redmayne dazu ansehen und hoffe, dass sie ihn noch spielen... hast du den Film gesehen?
    Liebe Grüße
    Martina

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