Samstag, 13. Februar 2016

Im Dunkel des Dschungels von Chris Tewes


Klappentext:
In ferner Zukunft sind Männer durch Umweltgifte zeugungsunfähig geworden und die letzten fruchtbaren Clans des Regenwaldes werden als Samenspender missbraucht.
Sina, Helen und Kader kommen dem Geheimnis auf die Spur und begeben sich auf die Reise in den Dschungel, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Als ihr Führer verschwindet, sind die drei Frauen auf sich allein gestellt und die Suche nach ihrem persönlichen Glück wird zur größten Gefahr.

Zum Inhalt:
Die Männer der zukünftigen modernen Zivilisation sind aufgrund Umweltgifte und Weichmacher in allen möglichen Produkten zeugungsunfähig geworden. Zeugungsfähige Männer sind nur noch im Regenwald Brasiliens zu finden, bei einem der letzten Naturvölker der Welt. Diese werden als Samenspender für die moderne Welt unwissentlich missbraucht, ja regelrecht ausgebeutet.  Die Freundinnen Sina, Helen und Kader, die alle den Wunsch nach einem eigenen Kind in sich tragen und sich eine natürlich Befruchtung wünschen, begeben sich auf eine Reise in den Dschungel um ihre Sehnsucht nach einem Kind endlich in Erfüllung gehen zu lassen. Die Frauen unterziehen sich einem harten Survivaltraining um die strapaziöse Reise zu überstehen. Doch mitten im Regenwald, der voller Gefahren lauert und den Frauen alles abverlangt, verschwindet ihr Guide spurlos. Die drei Freundinnen sind nun auf sich gestellt. Wird nun das große Streben nach ihrem persönlichen Glück für die drei Frauen zum tödlichen Verhängnis?

Auf den Öko-Thriller „Im Dunkel des Dschungels“ von der Autorin Chris Tewes bin ich durch eine Leserunde aufmerksam geworden. Mein Interesse hat das Thema geweckt, welches in dem Thriller behandelt wird, nämlich die Zeugungsunfähigkeit der Männer in ferner Zukunft. Ausgelöst durch jahrzehntelangen Missbrauch von Weichmachern in allen möglichen Produkten die die moderne Welt zu bieten hat. Ein durchaus aktuelles Thema, dessen Auswirkungen uns auch in Zukunft beschäftigen werden. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen und mir hat gut gefallen, dass die einzelnen Kapitel relativ kurz gehalten waren. Für mich war dieses Buch aber nicht wirklich ein Thriller. Dafür haben mir trotz teilweise intensiv beschriebener ekliger Szenen doch gewisse Tribute die einen Thriller auszeichnen, gefehlt. Gänsehautfeeling, Hochspannung, überraschende Wendungen. Zwar muss in einer Story nicht alles immer furchtbar realistisch sein, allerdings wirkte es hier für mich ein bisschen zu konstruiert oder aber zu vorhersehbar. Meines Erachtens gab es auch zu viele Wiederholungen wie z.B. die Ausführungen über Kaders Gemütszustand, über ihre Ängste und Befindlichkeiten oder über Helens Besserwisserei. Gut gefallen haben mir die Szenen und Erklärungen über das Überleben im Dschungel und über die Gefahren, die dort unter jedem Blatt und in jeder Baumkrone lauern können. Das Ende war mir dann wieder zu „brav“ und zu sehr „Friede, Freude, Eierkuchen“. Ich denke, dem Buch hätte ein Ende ohne Happy End besser zu Gesicht gestanden.


Die Idee zu „Im Dunkel des Dschungels“ hat mir wirklich super gut gefallen, das Aufgreifen eines durchaus aktuellen und wichtigen Themas. Leider ist die Umsetzung nicht ganz so gut gelungen, da hätte ich mir mehr gewünscht. Bei mir sind leider die wesentlichen Dinge zum Thema zu kurz gekommen. Von mir gibt’s deswegen Abzüge und deswegen gute 3,5 Sterne. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.amrun-verlag.de/produkt/im-dunkel-des-dschungels/

Verlag: Amrun-Verlag (11. Oktober 2015)
Paperback, 228 Seiten
ISBN: 978-3958692312

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