Samstag, 9. April 2016

Post Mortem - Tränen aus Blut von Mark Roderick


Klappentext:
Ein Blick in die Hölle…
Eine Familie verschwindet spurlos. Ein Mann stirbt durch zwei Schüsse. Er war Reporter, einer großen Sache auf der Spur. Kurz vor seinem Tod sendet er noch zwei Nachrichten: eine an seinen Bruder Avram Kuyper, einen skrupellosen Profi-Killer, und eine an Emilia Ness, eine unbestechliche Interpol-Agentin. Avram soll ihn und seine Familie rächen, Emilia den Fall vor Gericht bringen. Beide sehen das Horror-Video, das ihnen jemand zuspielt. Beide blicken direkt in den Schlund der Hölle. Wer ist diese Bestie, die kein Gewissen und keine Grenzen kennt? Können Avram und Emilia ihn gemeinsam zu Fall bringen?

„Post Mortem – Tränen aus Blut“ von Mark Roderick hat mich neugierig gemacht, auch aufgrund der vielen guten Rezensionen und Bewertungen. Hochspannend, großartig, ein Thriller der Extraklasse wurde mir versprochen, leider bin ich da nicht ganz konform mit den anderen Lesern. Der Schreibstil ist einfach gehalten aber gut und flüssig zu lesen. Der Autor präsentiert dem Leser zwei Erzählstränge, was die Story relativ spannend und abwechslungsreich gestaltet. Zum einen folgt man Avram Kuyper auf der Suche nach der Wahrheit,, angeblich laut Klappentext ein Profi-Killer, was aber im ganzen Buch nicht wirklich aufgeklärt wird und es dem Leser selbst überlassen bleibt zu entscheiden, welchen „Beruf“ Avram tatsächlich ausübt. Zum anderen begleitet man Emilia Ness von Interpol und die Polizei bei ihren Ermittlungen und ihren Bemühungen, den Fall aufzuklären. Die Charaktere sind gewöhnlich, keiner sticht mit besonderer Originalität heraus. Der Autor bedient sich hier meines Erachtens den üblichen und allseits bekannten Klischees. Ein knallharter und über Leichen gehender einsamer Wolf, der hier von Avram Kuyper verkörpert wird, eine alleinerziehende Karrierefrau Emilia Ness, die den Job „Mutter sein“ meiner Meinung nach völlig verfehlt und ein Beamter der Mordkommission, hier Mikka Kessler, der es trotz schwerer Kindheit ganz nach oben geschafft hat. Beide natürlich furchtbar gutaussehend und dann…natürlich, die gern genommene Liebesgeschichte zwischen den beiden. Da überwiegen dann schon mal die Gedanken an wilden Sex, anstatt sich auf die Aufklärung des Falles zu konzentrieren. Am Ende erwarten den Leser natürlich die Aufklärung des Falles und die Präsentation des Mörders. Dennoch, viele Fragen bleiben offen und unbeantwortet, möglicherweise werden diese in der Fortsetzung „Post Mortem – Zeit der Asche“, dessen Prolog am Ende des Buches ganz interessant zu lesen war, aufgeklärt. Spannend war aber auch schon der Klappentext des ersten Teils…

„Post Mortem – Tränen aus Blut“ ist ein solider und relativ spannender, aber wenig überraschender Thriller, der mich gut unterhalten hat. Meine Erwartungen konnte Mark Roderick aber bei Weitem nicht erfüllen. Eine gute Idee, die meiner Meinung nach leider weniger gut und zu klischeehaft umgesetzt wurde. Ich bin gespannt, ob es dem Autor im zweiten Teil gelingen wird, die Spannungsschraube hochzudrehen… 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.fischerverlage.de/buch/post_mortem-traenen_aus_blut/9783596031429

Verlag: S. Fischer Verlage (25. Februar 2016)
Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN: 978-3-59603142-9


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