Samstag, 14. Mai 2016

Trauma von Andreas M. Sturm


Klappentext: 
Schreie zerreißen die nächtliche Stille einer Parkanlage. In letzter Sekunde kann der mörderische Anschlag auf eine Frau vereitelt werden. Sie kommt mit dem Leben davon, doch durch das traumatische Ereignis verliert sie ihr Gedächtnis. Kriminalkommissarin Karin Wolf, die zum Schutz dieser Frau eingeteilt wurde, versucht Stück für Stück die Vergangenheit der Frau zu rekonstruieren, um den Täter aufzuspüren. Schon bald muss Karin feststellen, dass ihr Schützling immer noch in Lebensgefahr schwebt. Der Verfolger hat seine Jagd noch lange nicht beendet. 
Zeitgleich tötet ein Unbekannter mit einer Armbrust in Dresden mehrere Menschen. Die Ermittlungen in den beiden Fällen führen Karin Wolf, Sandra König und ihr Team in die Wave-Gothic-Szene, zu Kunstsammlern, die vom Zerstörungswahn des IS profitieren, bis hin zu Spitzenpolitikern des Sächsischen Landtags. 
Die Täter jedoch hinterlassen keine Spuren und scheuen auch vor weiteren Morden nicht zurück. Durch ihre Ermittlungen stört Karin Wolf die Verbrecher auf und gerät so selbst ins Visier der tödlichen Armbrust.

Zum Inhalt:
In einem Dresdner Stadtpark retten zwei junge Männer das Leben einer Frau, die umgehend ins Krankenhaus gebracht wird. Doch dort wird festgestellt, dass die namenlose Fremde durch die traumatischen Erlebnisse die ihr wohl wiederfahren sein müssen, an einer Amnesie leidet. Kriminalkommissarin Karin Wolf muss den Fall übernehmen, worüber sie zunächst wenig Begeisterung aufbringen kann, denn fast zeitgleich mit dem Auftauchen der verletzten Frau wurde ein Kajakfahrer mit einer Armbrust ermordet. Die ehrgeizige Kommissarin will diesen ungewöhnlichen Mord um jeden Preis aufklären. Doch nun wird ihre Geliebte und Kollegin Sandra König und ihr Team mit dem Fall und den Ermittlungen betraut und Karin Wolf versucht nun Stück für Stück die Vergangenheit der an Amnesie leidenden Frau zu rekonstruieren. Nur langsam bringen ihre Ermittlungen Licht ins Dunkel und nicht nur ihr Schützling sondern auch die Kommissarin schwebt in Lebensgefahr…

„Trauma“ von Andreas M. Sturm war mein erstes Buch des Autors. Dementsprechend neugierig war ich auf diesen in Dresden spielenden Kriminalroman. Die Vorgängerbände kenne ich nicht, diese muss man aber für meine Begriffe nicht gelesen haben, um in „Trauma“ einsteigen zu können. Andreas M. Sturm hat einen sehr angenehm zu lesenden und Schreib- und Erzählstil, der es dem Leser leicht macht, gleich in die Geschichte hineinzufinden. Es gibt zwei Fälle, die das Ermittlerteam rund um Kriminalkommissarin Karin Wolf aufzuklären hat. Die parallel laufende Berichterstattung verleiht dem Buch eine beständige Spannung. Diese und die Frage, ob die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben und ob es sich um ein und denselben Mörder handelt macht „Trauma“ zu einem regelrechten Pageturner, der Leser tappt diesbezüglich lange im Dunkeln und fiebert Seite um Seite mit.  Am Ende fügt sich dann alles schlüssig und gelungen ineinander und hält fürwahr eine Überraschung bereit. Hier will ich aber nicht zu viel verraten. 

Die beiden Hauptprotagonistinnen, Karin Wolf und Sandra König waren mir sehr sympathisch. Neuland für mich war, dass die beiden in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zusammenleben. Das hat mir aber absolut gut gefallen, der Autor macht dadurch deutlich, dass Homosexualität in der heutigen Gesellschaft kein Tabuthema mehr sein sollte. Beiden Charakteren hat Andreas M. Sturm eine gesunde Prise Humor und Willensstärke an die Seite gegeben, was die beiden Frauen sympathisch und lebensnah macht. Trotz Einblicke in die private Seite der Ermittlerinnen, bleiben die beiden Fälle und die dazugehörigen Ermittlungen das Hauptthema, genauso wie es sein sollte! Einige klitzekleine Schwächen hat der Kriminalroman allerdings, zumindest für mich. Das mag aber auch mittlerweile daran liegen, dass ich hauptsächlich Krimis und Thriller lese und diesbezüglich wirklich sehr anspruchsvoll geworden bin. 

„Trauma“ von Andreas M. Sturm ist ein wirklich sehr gelungener und spannender Kriminalroman mit lebensnahen Protagonisten und bildhaftem, sehr angenehm zu lesendem Schreibstil. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die es, wenn man aus dem Ende die richtigen Schlüsse zieht,  hoffentlich bald zu lesen gibt. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.fhl-verlag.de/trauma/

Verlag: fhl Verlag (März 2016)
Klappenbroschur, 310 Seiten
ISBN: 978-3958486058






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