Sonntag, 5. Juni 2016

Mörderische Wahrheiten von Theresa Prammer


Klappentext:
Ein Serienmörder geht um in Wien. Mehrere Teenager werden tot aufgefunden, alle gekleidet in gelbe T-Shirts, die Fingernägel rosa lackiert. Das Tatmuster erinnert an eine alte Mordserie zwanzig Jahre zuvor. Doch der verurteilte Mörder ist gerade im Gefängnis gestorben. War er unschuldig? Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, ermittelt. Sie kennt die Familie des Mörders, der drei Kinder hat. Eine Art Hassliebe verbindet die Geschwister. Carlotta wünscht sich, ihr alter Partner Konrad Fürst könnte ihr helfen, Licht ins Dunkel des verstrickten Familiengeflechts zu bringen. Er hat damals die Ermittlungen geleitet. Doch Konrad ist gerade erst aus dem Koma erwacht und erinnert sich an nichts. Nicht mal an sie. Dann gerät Carlotta ins Visier des Mörders. Werden Konrads Erinnerungen zurückkehren, bevor es zu spät ist?

Zum Inhalt: 
In Wien wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Sie trägt ein gelbes T-shirt, graue kurze Hosen und ihre Fingernägel sind mit rosa Nagellack lackiert worden. Getötet wurde sie durch zahlreiche Messerstiche, 21 um genau zu sein. Genauso viele wie der vor 30 Jahren aktive Serienmörder Alfred Riedl seinen Opfern beigebracht hat. In genau der gleichen Weise wurde nun die Teenager-Leiche gefunden. Die DNA von Riedl wird auf ihr gefunden, doch dieser starb r erst vor wenigen Tagen im Wiener Gefängnis. Wurde Alfred Riedl unschuldig verurteilt oder setzt ein Trittbrettfahrer alles daran, die Polizei an der Nase herumzuführen? Aber wie kommt dann Riedls DNA auf die Leiche. Bald tauchen weitere Teenager-Leichen auf und rufen Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore auf den Plan, die durch ihre Mutter mit der Familie Riedl bekannt war. Nicht nur die Morde lassen ihren Blutdruck empor schnellen, nein auch die Nachricht, dass ihr Freund Konrad Fürst, der damals die Ermittlungen geleitet hat, nach 18 langen Monaten aus dem Koma erwacht ist. Doch Konrad leidet an Amnesie, kann sich an nichts erinnern, nicht einmal daran, dass er höchstwahrscheinlich Carlottas Vater ist. Während ihrer Ermittlungen gerät Carlotta schließlich ins Visier des Mörders. Wird sich Konrad rechtzeitig erinnern und weitere Morde und das damit verbundene Leid verhindern…?
„Mörderische Wahrheiten“  von Theresa Prammer ist der zweite Teil einer Reihe rund um die Protagonistin Carlotta Fiore. Theresa Prammer hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, welcher es mir einfach machte, gleich in die Geschichte einzutauchen. Sie versteht es, die Spannung ohne unnötige Längen aufrecht zu erhalten. Dabei sind zwei Fragen die Grundlage für den Kriminalroman und ziehen sich dadurch wie ein roter Faden durch das Buch. Da ist natürlich zum einen die Frage nach dem Mörder, Prammer legt geschickt verschiedene Fährten um den Leser in die Irre zu führen. Ich hatte relativ schnell einen Verdacht, der sich zwar bewahrheitet, mich aber am Ende doch noch völlig überrascht hat. Zum anderen ist da die Frage, ob Konrads Erinnerungen zurückkommen und ob er wirklich Carlottas Vater ist, sehr präsent und von Theresa Prammer sehr gut in die Geschichte eingebunden. Die Protagonisten sind der Autorin  gut gelungen, wobei ich mit Carlotta nicht so warm geworden bin. Ich konnte teilweise ihr  Tun und ihr Handeln nicht nachvollziehen oder fand es übertrieben. Auch die Art und Weise wie sie manche Menschen vor den Kopf stößt, fand ich sehr befremdlich. Hier muss ich aber anmerken, dass ich den ersten Teil „Wiener Totenlieder“ nicht gelesen habe, was grundsätzlich kein Problem darstellt, weil es sich bei „Mörderische Wahrheiten“ um eine abgeschlossene Story handelt. Für das Verständnis und das Agieren der Protagonisten wäre es allerdings sehr hilfreich gewesen. Vielleicht hätte ich dann Carlotta auch besser verstanden.

„Mörderische Wahrheiten“ von Theresa Prammer ist ein gelungener, spannender und unterhaltsamer Kriminalroman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe. Abgesehen von ein paar Schönheitsfehlern, mir z.B. hat das Privatleben der Protagonistin zu viel Raum eingenommen, war das Buch wirklich lesenswert. Ich empfehle aber allen, hier auf jeden Fall mit dem ersten Band „Wiener Totenlieder“ anzufangen. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/moerderische-wahrheiten-9783471351376.html

Verlag: Ullstein Buchverlage (15. April 2016)
Klappenbroschur, 496 Seiten
ISBN: 13-9783471351376



Kommentare:

  1. Uhi, das wäre auch ein Buch für mich! Danke für die Rezi.
    Ich habe jetzt erstmal den ersten Teil auf meine WL gesetzt und natürlich bleibe ich bei dir Leserin :)

    Liebe Grüße
    Jasmin von buch-leben

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