Samstag, 25. Juni 2016

Tag Null von Leif Tewes

Klappentext:
Ein Auftragsmörder schießt daneben - das Ziel, eine Frau, verfehlt. 
Was ist passiert? Der erfahrene Killer beginnt Fragen zu stellen und löst eine dramatische Ereigniskette aus. Ein Kommissar erlebt immer wieder die Auswirkungen der organisierten Kriminalität der Balkan-Mafia, die in seiner Stadt den Ton angibt. 
Bei den Ermittlungen zu einer Serie von vermutlichen Auftragsmorden kommt es wie es kommen muss: Die Wege des Kommissars und des Killers kreuzen sich - doch bei einem eher unkonventionellen Ermittler und einem Fragen stellenden Auftragsmörder anders, als man vermuten könnte. Und was ist mit der Frau, die dem Anschlag auf ihr Leben nur knapp entkommen ist? Wird der Auftrag vollendet werden? Der fesselnde Thriller zieht seine Kreise in die Gedankenwelt seiner Protagonisten und bis hinauf in die Weltpolitik. Wie in einen Strudel wird man hineingezogen in eine atemberaubende Handlung, die scheinbar unvermeidlich in einem blutigen Finale zu eskalieren droht.

Zum Inhalt:
Tom ist Auftragskiller, er lebt einsam und zurückgezogen. Bei der Ausführung seiner Aufträge ist er stets fokussiert und verfehlt niemals sein Ziel. Ein Perfektionist. Doch eines Tages schießt er daneben, haarscharf verfehlt er seine Zielperson, eine junge Frau. Irgendwas an der Frau hat ihn irritiert. Tom beginnt nachzuforschen und findet heraus, dass das erwählte Opfer die Schwester einer Frau ist, die Toms Herz berührt hat und die im zeigt, dass das Leben aus vielen anderen Dingen besteht als aus Töten und Einsamkeit. Toms Nachforschungen haben auch seine Auftraggeber von der Balkan-Mafia aufgescheucht. Bald ist nicht nur das Leben der jungen Frau in Gefahr, sondern auch Tom steht auf der Liste der zu eliminierenden Personen…

„Tag Null“ ist das Thriller-Debüt des aus Frankfurt stammenden Autors Leif Tewes. Tewes Schreibstil ist angenehm, flüssig zu lesen und ohne Schnörkel. Der Leser begleitet Kommissar Berg bei seinen Ermittlungen zum versuchten Mord an einer jungen Frau. Die Recherchen führen zur Balkan-Mafia, zu Korruption und organisiertem Verbrechen. Die Hintergrundinformationen hierzu schienen mir umfangreich und gut recherchiert. Außerdem nimmt man Teil an dem doch recht einsamen Leben Toms, erfährt mehr über seine Vergangenheit, seine Ausbildung bei der Bundeswehr, seine Einsätze im ehemaligen Jugoslawien und in Afghanistan und letztlich seine Rekrutierung als Profikiller. Tom entwickelt sich Laufe der Story. Er ist dabei sich zu verlieben und beginnt, sein bisheriges Leben in Frage zu stellen. Ein Protagonist der trotz seines grausamen und fragwürdigen Berufs zum Sympathieträger wird und mir sehr gut gefallen hat. Der erste Teil des Buches war sehr informativ und interessant, mir jedoch hat der zweite und rasantere Teil besser gefallen und wurde für mich erst dann zu einem richtigen Thriller.

Mit „Tag Null“ ist Leif Tewes ein interessanter, gut recherchierter und informativer Thriller gelungen, der jedoch erst im zweiten Teil so richtig an Fahrt und Spannung aufgenommen hat. Auch wenn ich deswegen ein Sternchen abziehe, kann ich hier dennoch eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Ich bin sehr gespannt, ob es ein Wiedersehen mit dem sympathischen Ermittlerteam geben wird.

Das Buch kann hier bestellt werden: http://www.fhl-verlag.de/tag-null/

Verlag: fhl Verlag (März 2015)
Klappenbroschur, Softcover, 234 Seiten
ISBN: 978-3958486027


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