Sonntag, 31. Juli 2016

Totenlied von Tess Gerritsen


Zum  Inhalt:
Die erfolgreiche Violinistin Julia Andsdell hat während ihrer Romreise in einem Antiquitätengeschäft ein altes Notenbuch erstanden. Zu Hause entdeckt sie darin eine ihr völlig unbekannte handgeschriebene Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von diesem Walzer, dessen schwermütige und aufwühlende Klänge sie komplett in ihren Bann ziehen. Doch es geschehen merkwürdige  und beängstigende Dinge, sobald Julia Andsdell die ersten Noten des Walzers auf ihrer Violine spielt. Es scheint, als würde die Melodie das Wesen von Julias dreijähriger Tochter Lily bösartig verändern. Julia ist mehr als beunruhigt, fast schon hat sie Angst vor ihrer Tochter. Doch niemand in ihrem persönlichen Umfeld will Julia ihre zugegeben unglaubliche Theorie glauben, nicht einmal ihr Mann Rob. Alle vermuten ein psychisches Problem Julias. Doch diese ist sich sicher, dass die unbekannte Walzerkombination ein schreckliches Geheimnis verbirgt. Um dem auf die Spur zu kommen, reist Julia nach Italien, auf der Suche nach den Wurzeln des geheimnisvollen Komponisten... 

Wow! Ich muss zugeben, ich war fest davon überzeugt, einen Rizzoli & Iles-Thriller in den Händen zu halten und war zuerst etwas enttäuscht,  als dem nicht so war. Doch die Enttäuschung war wirklich nur von ganz kurzer Dauer. Denn „Totenlied“ von Tess Gerritsen steht der bekannten Thriller-Reihe der Autorin in nichts nach, wenn man sich denn darauf einlassen will! Und ich wollte! In ihrem gewohnt flüssigen und spannenden Schreibstil erzählt Gerritsen in zwei Handlungssträngen zum einen die Geschichte von Julia und ihrer Liebe zur Musik und ihrer Familie und ihrer Suche nach den Ursprüngen der geheimnisvollen Walzerkombination.  Mit Julia hat die Autorin eine starke und sympathische Frau geschaffen, die voller Beharrlichkeit das Geheimnis um die mysteriöse Walzerkombination aufdecken will und hier sogar fast die Liebe zu ihrem Mann und ihrer Tochter aufs Spiel setzt. Im zweiten Handlungsstrang lernt der Leser den jungen jüdischen Italiener Lorenzo kennen, dessen liebenswertes Wesen aber vor allem sein trauriges Schicksal mich sehr berührt hat.  Diese beiden Erzählstränge wechseln sich bis zum Schluss immer wieder ab und führen letztlich zu einem spannenden, gekonnten und auch bewegenden Ende.  Einziger kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass dieses Buch für mich rein gar nichts mit einem Thriller zu tun hat sondern allerhöchstes wenige Elemente dieses Genres beinhaltet.

„Totenlied“ von Tess Gerritsen ist ein spannendes, fesselndes und bewegendes Buch, welches durch die zum Teil enthaltenen Thriller-Elemente, gepaart mit dem authentischen geschichtlichen Hintergrund ein absolutes Lesevergnügen bereitet. Die andere Seite von Tess Gerristen gefällt mir wirklich gut und ich kann allen, die die Autorin auch fernab von Rizzoli & Iles kennen lernen möchten, das Buch nur wärmstes ans Herz legen. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Paperback/Totenlied/Tess-Gerritsen/Limes/e494446.rhd

Verlag: Limes (25. Juli 2016)
Taschenbuch, Klappenbroschur 320 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2670-9

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