Donnerstag, 6. Oktober 2016

Bastard City von Sebastian Wotschke

Zum Inhalt:
Schauplatz Wilder Westen, 1866: John Bailey ist Marshal in der kleinen Stadt Straight Flush City. Der Marshal und die Bewohner führen ein ruhiges und beschauliches Leben. Viel passiert nicht in Straight Flush City und der Marshal hat genug freie Zeit, um sich in der Cantina seines mexikanischen Freundes oder bei der Prostituierten Luisa dem Müßiggang hinzugeben. Doch dann wird eine naheliegende Stadt von einer Bande überfallen, die sicher Killer Coons nennt. Sie hinterlassen Chaos, Verwüstung und Tod. Eine kleine Gruppe Einwohner kann entkommen und sucht Zuflucht in Straight Flush City. Während John sich für die Vertriebenen, die überwiegend einer ethnischen Minderheit angehören, einsetzt, sind die neuen Bewohner dem rassistischen Sheriff McDormand ein Dorn im Auge. Er greift zu drastischen Mitteln um seine Ziele zu verfolgen und Hass und Zwietracht in der Stadt zu säen…

Mit dem Western-Roman „Bastard City“ von Sebastian Wotschke habe ich mich auf komplett neues Terrain gewagt. Ehrlich gesagt wusste ich nicht was mich erwartet und nach anfänglicher Skepsis hat mich „Bastard City“ wirklich überrascht. Wotschke entführt seine Leser in die fiktive Western-Stadt Straight Flush City. Alkoholkonsum und der Gebrauch von Schusswaffen ist Tagesprogramm, dementsprechend derb ist auch der Sprach- und Schreibstil, den der Autor für seinen Roman gewählt hat. Hauptthema in diesem Buch ist jedoch der Fremdenhass, der die Einwohner der kleinen Stadt und deren Ansichten spaltet. Und genau hier gelingt Sebastian Wotschke der Sprung in die Gegenwart. Denn sind es nicht der Fremdenhass, Ausländerfeindlichkeit oder religiöse Ansichten die auch in der heutigen Zeit die Menschen gegeneinander aufbringen, entfremden oder verfeinden? Genau das erlebt der Leser auch in Straight Flush City, verpackt in eine überaus gelungene und authentische Western-Story.

„Bastard City“ von Sebastian Wotschke hat mich wirklich beeindruckt. Der Autor hebt der Gesellschaft, sei es in seiner fiktiven Westernstadt oder aber in der heutigen Zeit den Spiegel vor und verpackt ein leider immer aktuelles Thema in einen gelungenen Western-Roman. Obwohl der Wilde Westen lektüretechnisch Neuland für mich war, hat mich „Bastard City“ bestens unterhalten. Den Autor werde ich definitiv weiter im Auge behalten. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung!

Das Buch kann hier bestellt werden:
https://www.amazon.de/Bastard-City-Sebastian-Wotschke/dp/153767143X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1475776722&sr=1-1&keywords=bastard+city


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (15. September 2016)
Taschenbuch: 232 Seiten
ISBN-13: 978-1537671437

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