Montag, 10. Oktober 2016

Todesblau von Felix Leibrock

Zum Inhalt:
Der Polizist Sascha Woltmann ist gerade mit seiner Familie von Berlin in seine Heimatstadt Weimar gezogen, nicht nur, um dadurch näher bei seinen Eltern zu sein, er erhofft dort auch einen beruflichen Aufstieg vom Streifenpolizist zum Kripobeamten. Als er mit einer Kollegin an einen Tatort gerufen wird, findet er dort die Leiche einer 83jährigen Rentnerin. Die Frau wurde ermordet und Sascha Woltmann wird tatsächlich ins Ermittlerteam berufen. Hier trifft er auf seine alte Schulfreundin und Kriminalkommissarin Mandy Hoppe. Beide stürzen sich in die Ermittlungen und geraten bald an eine heiße Spur die sie in die Vergangenheit führt…

„Todesblau“ von Felix Leibrock liegt schon seit der Aktion „Krimiwoche“ in meinem Regal. In diesem Rahmen durfte ich den Autor bei einer Online-Lesung live erleben, welche ich sehr unterhaltsam und witzig fand. Mein Interesse für seine Krimis war also geweckt. Leider muss ich sagen, dass mich der Krimi nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Zwar hat Felix Leibrock einen flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil und auch die Hintergründe zu diesem Roman scheint der Autor akribisch und genauestens recherchiert zu haben. Auch die Beschreibungen von Weimar und seinen Einwohnern haben mir gut gefallen, vor allem der Bäckermeister Baum hat es mir angetan. Dennoch kam für mich die Spannung viel zu kurz, obwohl der Autor diverse Tatverdächtige präsentiert und den Leser auf verschiedene Fährten lockt. Das Ende war gut gelöst, der Wow-Effekt hat sich aber auch hier leider nicht eingestellt. Die Charaktere waren mir zu Klischee behaftet und boten nichts Neues oder Überraschendes und wirkten doch arg konstruiert. Meine Kritik mag sicherlich auch daran liegen, dass ich schon so viele Kriminalromane gelesen habe, dass es manche Bücher einfach schwer haben, meinen Ansprüchen zu genügen.

„Todesblau“ ist ein ordentlicher und unterhaltsamer Kriminalroman mit Schauplatz Weimar, dem aber meiner Meinung nach die Spannung und das besondere Etwas fehlen. Nichtsdestotrotz werde ich auf jeden Fall den zweiten Teil der Reihe „Eisesgrün“ von Felix Leibrock anlesen, vielleicht gelingt es dem Autor ja mit diesem Buch meine Ansprüche zufrieden zu stellen, eine Chance dafür bekommt er jedenfalls. “Todesblau“ ist für Weimar-Fans und Liebhaber von locker leicht zu lesenden Regionalkrimis genau das Richtige, mein Fazit jedoch ist, kann man lesen, muss man aber nicht.

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.droemer-knaur.de/buch/7985645/todesblau

Verlag: Droemer Knaur (1. April 2015)
Taschenbuch, 352 Seiten
ISBN: 978-3-426-51616-4

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