Dienstag, 14. Februar 2017

Flächenbrand von Moa Graven

Zum Inhalt: 
Jan Römer hat sich auf einen alten Bauernhof auf dem Land zurückgezogen. Auf einem Spaziergang mit Chief, seinem Hund aus dem Tierheim, stolpert er mehr oder weniger über eine übel zugerichtete Leiche und direkt in einen neuen Fall. Zusammen mit seiner Kollegin Lisa Berthold leitet er die Ermittlungen als kurze Zeit später erneut ein Mord passiert. Schon bald haben die Ermittler ihr Augenmerk auf eine Wohngruppe in Tannenhausen gelegt, dort leben schwer erziehbare Jugendliche. Ist einer der Bewohner tatsächlich zu solch brutalen Taten fähig? Jan und Lisa stoßen bald auf eine heiße Spur… 

„Flächenbrand“ von Moa Graven ist der 5. Fall für Jan Krömer, für mich war es jedoch absolutes Neuland. Der Einstieg ins Buch klappte problemlos und der Leser wird alsbald mit der ersten Leiche konfrontiert, was natürlich die Neugier auf den oder die Täter wachsen lässt. Gerade deswegen haben mir auch die kurzen und knappen Kapitel gut gefallen, auch der Schreibstil von Moa Graven ist leicht und flüssig zu lesen. Leider gehen die Ermittlungen erkennbar nur in eine Richtung und andere Möglichkeiten oder Wendungen werden völlig außer Acht gelassen. Das Ende war dadurch vorhersehbar, das Tatmotiv absolut erschreckend, wurde aber zu schnell abgehandelt, was ich schade fand. Die Charaktere waren mir allesamt zu oberflächlich, es fehlte Tiefgang, und Persönlichkeit. Möglicherweise lag es auch einfach daran, dass ich bei Band 5 eingestiegen bin und die Vorgeschichte von Jan Krömer einfach nicht kenne und mir deswegen wichtige Details fehlen. Ein typischer Ostfrieslandkrimi war „Flächenbrand“ eigentlich auch nicht. Es fehlen die für solche Krimis bezeichnenden Landschaftsbeschreibungen, so hätte die Handlung in diesem Fall auch in jedem anderen Ort Deutschlands stattfinden können, der Leser hätte es vermutlich nicht bemerkt. Wie das Cover - was mir übrigens außerordentlich gut gefällt - und der Titel des Buches mit dem Inhalt in Zusammenhang stehen, hat sich mir leider auch nicht so ganz erschlossen. 

„Flächenbrand“ von Moa Graven ist ein solider und nett zu lesender Krimi, bei dem leider das Potential, das durchaus in der Handlung steckt, bei weitem nicht ausgeschöpft wurde. Die Spannung kam bedauerlicherweise durch einseitige und vorhersehbare Ermittlungen zu kurz. Vielleicht ist es besser, die Reihe von Anfang an zu lesen und nicht mittendrin einzusteigen, ich kann leider nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
Flächenbrand

Verlag: cri.ki-Verlag (25. August 2016)
Taschenbuch: 240 Seiten
ISBN-13: 978-3945372821

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