Montag, 17. April 2017

Die letzte Farbe des Todes von Philipp Reinartz


Zum Inhalt:
Aus dem Berliner Westhafen wird eine als Matrose kostümierte Leiche geborgen, mit einem seltsamen lilafarbenen Punkt im Nacken. Ein Fall für den Leiter der neu gegründeten Sondereinheit der Berliner Mordkommission. Jerusalem „Jay“ Schmitt findet  schnell heraus, dass es sich bei dem Toten um den Chef eines renommierten Berliner Hotels handelt. Nachdem in verschiedene Richtungen ermittelt wird, taucht bald eine zweite Leiche auf, ebenfalls mit einem farbigen Punkt im Nacken markiert. Jerusalem Schmitt sucht nach Berührungspunkten, nach den Gemeinsamkeiten, die die Toten miteinander in Verbindung bringen, ihn dadurch schneller zum Täter führen. Bei seinen Ermittlungen wird Vergangenes plötzlich aktuell und Jay kommt dem Mörder näher und näher…

„Die letzte Farbe des Todes“ ist der erste Kriminalroman von Philipp Reinartz und somit der erste Fall für den Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt. Der Start einer neuen Krimireihe macht mich immer neugierig, der ansprechende Klappentext ließ mich auf einen spannenden Fall  hoffen. Ich würde nicht enttäuscht.  In wirklich kurzen und spannenden Kapiteln jagt der Leser  zusammen mit dem jungen und unkonventionellen Schmitt einen Mörder, der seine Leichen ungewöhnlich in Szene setzt und sie dabei auch noch mit farbigen Punkten markiert. Die Ermittlungen führen  auf der Suche nach dem Täter scheinbar einmal quer durch Berlin und zeigen eine facettenreiche und bunte Hauptstadt. Rasant und mit vielen abwechslungsreichen Handlungssträngen führt der Autor durch seinen Kriminalroman, mehr als einmal setzt er falsche Spuren bis zum schließlich überraschenden Ende. Reinartz hat einen ungewöhnlichen  Schreibstil, fast schon poetisch jongliert er mit den Worten, der Sprache und versetzt den einen oder anderen Satz mit seinem ganz besonderen Humor. Mit Jerusalem Schmitt hat der Autor einen sehr individuellen Ermittler erschaffen, sympathisch aber alles andere als langweilig, ein Mann mit Ecken und Kanten und seinen ganz eigenen Vorstellungen. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Charakter im Laufe der Reihe weiterentwickeln wird.

„Die letzte Farbe des Todes“ von Philipp Reinartz ist ein wirklich gelungener Auftakt zu einer neuen Kriminalroman-Reihe. Ein interessantes Verwirrspiel und eine Mörderjagd durch Berlin, kurze, knackige Kapitel die den Spannungsbogen halten und ein toller Schreibstil mit viel Wortwitz versprechen Lesevergnügen pur. Voller Vorfreude auf den zweiten Teil der Reihe gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung!

Das Buch kann hier bestellt werden:
Die letzte Farbe des Todes von Philipp Reinartz

Verlag: Goldmann (20. März 2017)
Taschenbuch, 320 Seiten
ISBN: 978-3-442-48627-4

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