Samstag, 11. April 2015

Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion

Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist. Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik
Der australische Genetik- Professor, Don Tillmann, fast 40 ist hochintelligent, verschroben, etwas sehr pedantisch. Sein Tagesablauf ist auf die Minute durchgeplant und optimiert, und zwar alles, vom Beruf bis zur Freizeit. Jede Art von Zeitverschwendung ist Don ein Dorn im Auge. Trotz allem sucht er eine Frau um diese auch zu ehelichen und hat dafür eine wissenschaftliche Checkliste erstellt, um durch diese die Frau seines Lebens zu finden. Die etwas bemitleidenswerte Auserwählte hat mindestens 100 Kriterien zu erfüllen, ebenso viele sollte sie aber keinesfalls haben. Doch dann kommt Rosie, die genau genommen keine von Dons erarbeiteten Kriterien entspricht und somit als mögliche Partnerin definitiv ausscheidet. Rosie, die aber dennoch Spuren in seinem Leben hinterlässt, die jegliche Logik über Bord wirft.
Wow! Graeme Simsion ist mit „Das Rosie-Projekt“ ein wunderbarer Roman mit viel Humor und Witz gelungen. Flüssiger Schreibstil und herrlich beschriebene Protagonisten mit viel Tiefgang. Eine mal etwas andere, aber dennoch sehr schöne und zwischen den Zeilen herzerwärmende Liebesgeschichte. Was soll ich sagen, ich liebe Don und dieses wundervolle Buch und gebe herzliche 5 Sterne.
  • Verlag: Fischer Krüger 
  • Hardcover, 352 Seiten
  • ISBN 978-3-8105-1951-1

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