Sonntag, 20. Januar 2019

Das Geheimnis des Dr. Alzheimer von Jørn Precht


Spannender und interessanter, zeitgeschichtlicher Roman

Frankfurt am Main, 1901: Karl Walz, ein junger Krankenpfleger der in ärmlichen Verhältnissen lebt, hat einen Traum: er möchte Arzt werden. Als seine Ziehmutter Auguste eine seltsame Krankheit ereilt, möchte Karl nur eines, nämlich die geheimnisvolle neue Krankheit enträtseln, die das Gedächtnis seiner erst 50-jährigen Ziehmutter mehr und mehr zerstört. Er erhält die einmalige Chance, als Assistent des Psychiaters und Gerichtsgutachters Dr. Alois Alzheimer zu arbeiten. Zusammen analysieren und erforschen die beiden die Geisteskrankheit von Auguste Deter. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Samstag, 19. Januar 2019

Kleine Kreise: EGOismen von Toralf Sperschneider

16 bezaubernde, miteinander verwobene und wunderschön zu lesende Kurzgeschichten

In einem Stadion kommt es zu einem Sportunfall mit Todesfolge. Aber war es wirklich nur ein Unfall? Ein ICH schlängelt sich in kleinen lebendigen Kreisen durch die Lebensepisoden von sechzehn Personen und setzt so nach und nach das Puzzle einer tödlichen Inszenierung zusammen. (Klappentext)…

Mittwoch, 16. Januar 2019

Ein Akt der Gewalt von Ryan David Jahn

Packender und erschütternder Thriller nach einer wahren Begebenheit

Katrina Marino macht sich um vier Uhr morgens, nach ihrem Schichtende in einer Bar, auf den Heimweg. Die Straßen sind menschenleer, als sich Katrina wenig später ihrer Haustür nähert. Als sie die Gestalt bemerkt ist es schon zu spät. Sie wird angegriffen und mit einem Messer niedergestochen. Katrinas Schreie dringen durch die Nacht, erreichen ihre Nachbarn, die nach und nach aus ihren Fenstern schauen. Kann Katrina Marino noch rechtzeitig geholfen werden?...

Montag, 14. Januar 2019

Gastrezension von Pink Anemone zu: Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel von Erik R. Andara

Ihr Lieben, 

die liebe Conny von Pink Anemone eröffnet die Gastrezensions-Saison 2019. Vielen Dank dafür!

Von Weird Fiction hab ich noch nie etwas gehört, deshalb freu ich mich umso mehr, dass das Buch "Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel" von Erik R. Andara hier vorgestellt wird. 

Wer den Blog von Pink Anemone noch nicht kennt, der muss das ganz schnell nachholen! Hier kommen nicht nur Bibliophile auf ihre Kosten, sondern auch Woll- und Kochsüchtige können hier ihrer Sucht frönen. Schaut einfach mal vorbei, es lohnt sich wirklich!



zur Verfügung gestellt von Pink Anemone
Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel

Weird Fiction like Lovecraft aus Österreich – düster, atmosphärisch und mit literarischen Zügen

Nichts ist, wie es scheint

Drei Geschichten über die dunklen Abgründe, die uns unvermutet hinter den Fassaden erwarten können, derer wir uns zu sicher wähnen, und die sich so selbstsicher Realität schimpfen. Das Debut des Nighttrain-Imprints (Whitetrain-Verlag) setzt mit Erik Andara einen Fuß in die Nachtlande der Weird Fiction…(Klappentext)


"Ich erwache in einem Zimmer, das ich nie wieder sehen wollte.
In einer Wohnung, die mir mit all ihren Regeln und Verboten schon früh zur Hölle geworden ist.“
(S. 7 – Raumflucht)

Dieses Buch beinhaltet drei Novellen:

„Raumflucht“
Eben erst erwacht, versucht ein Mann den brutalen Besuch seines Nachbarn zu überleben und sich dabei nicht selbst zu verlieren…(Klappentext)

„Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel“ 
Ein anderer junger Mann lebt bereits seit Jahren eingeschlossen in seinem Zimmer, nur um sich eines Tages über das Social Network mit seinen schlimmsten Ängsten konfrontiert zu sehen – ein Rachegeist sucht ihn heim…(Klappentext)

„Nachtzug nach Carcosa“ 
Im Copy-Shop findet ein Mitarbeiter einen Kettenbrief, der den Tod für seine ohnedies bereits zerrüttete Beziehung bedeuten kann. Der König in Gelb trägt höchstpersönlich Sorge dafür…(Klappentext)

Drei Geschichten aus Wien und drei Geschichten, in denen nichts ist, wie es scheint.

Alle Stories beginnen völlig harmlos, doch mit jeder Seite steigert sich das Grauen bis es sich zu einem wahren Horrortrip entwickelt und völlig irre endet. Dabei wird man als Leser in dieses Grauen hinab gezogen und völlig darin gefesselt. Bei jeder Story war ich froh, als sie zu Ende war und das ist keineswegs negative Kritik – im Gegenteil! Viel mehr schafft es der Autor die Gefühle und Emotionen der jeweiligen Protagonisten auf den Leser zu übertragen, sodass man, wie die Charaktere selbst auch, aus diesem Alptraum erwachen möchte.

Dies erfolgt in einem flüssigen und packenden Schreib- und Erzählstil, welcher zugleich auch literarische Züge aufweist.

Zudem wird die Atmosphäre gekonnt eingefangen und diese ist durchgehend düster und beklemmend – umhüllt einen regelrecht und zieht einen mit sich in den Abgrund.


„Genug von der Schuld. Genug von der Erlösung. Genug vom rechten Weg.
Wenn es nach ihm ging, waren alle seine Wege gegangen.
Er war in der Endstation eingelaufen.“
(S 31 – Am Fuss des Leuchtturms ist es dunkel)

Wie die großen Schriftsteller H.P. Lovecraft, E.A. Poe oder Stephen King, lässt Erik R. Andara die Grenzen zwischen Wahn und Realität verschwimmen. Bei einer Story hat man sogar das Gefühl mit dem Protagonisten in ein irres und unheimliches Paralleluniversum katapultiert zu werden.


„Über der Tür hing eine Karte des U-Bahn-Netzes.
Irgendetwas daran wirkte bereits auf den ersten Blick genauso falsch, wie der Rest der U-Bahn-Garnitur selbst,
die ihn nun ratternd durch die Nacht trug.“
(S 92 – Nachtzug nach Carcosa)

Die Novellen haben alle ein offenes und auch unklares Ende. Normalerweise bin ich kein Freund von Kurzgeschichten und schon gar nicht von unklaren Enden. Doch hier würde nichts anderes passen, denn genau dies ist der Grund, welcher das Grauen zum Schluß hin noch viel grauenvoller, bzw. unheimlicher erscheinen lässt.

Fazit: 
Zur Verfügung gestellt von Pink Anemone
Die Stories sind allesamt seltsam, verrückt, düster, beklemmend und fern des Mainstreams. Weird Fiction at its best oder einfach gesagt – absolut geiler Scheiß (die ersten Worte, die mir dazu einfielen).

Liebhaber dieses Sub-Genres werden begeistert sein.

Weitere Buchinformationen:



  • Taschenbuch: 126 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (10. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1985218070
  • ISBN-13: 978-1985218079
  • Preis: 10,01€ (Stand vom 25.09.2018)
  • Auch erhältlich als: E-Book


Autoren-Info:

Erik R. Andara wurde 1977 in der Nähe des Dunkelsteinerwalds geboren und wuchs zurückgezogen in einer kleinen Klause am Waldrand auf. Er widmete sich dort, fast unmittelbar nach seiner Ankunft in dieser Welt, dem Lesen und Erzählen von Geschichten. Zu Beginn des neuen Jahrtausends zog er nach Wien, um dort weiteres Material für seine Werke zusammenzutragen. Heutzutage schreibt er vor allem düstere Phantastik, illustriert Buch- sowie Magazincover und zeichnet hin und wieder auch Comics. Zuletzt erschienen seine Geschichten und Illustrationen in Ausgaben des Visionariums (herausgegeben von Edition Gwydion) und des IF-Magazin für angewandte Fantastik (herausgegeben bei WhiteTrain), im Kriminal Journal Nr. 4 und im E-Book-Format auf der Plattform neobooks: „Am Fuß des Leichtturms ist es dunkel“ und „Das Fest der Väter“. Sein Verlagsdebüt „Nachtspiel und Morgengrauen“ erscheint demnächst.

Samstag, 12. Januar 2019

Fida von Stefanie Maucher

Nichts für schwache Nerven – Brutaler und düsterer Thriller mit kleinen Schwächen

Die dreizehnjährige Laura geht gerne in die Stadtbücherei, doch nach ihrem letzten Besuch dort kommt Laura nicht nach Hause. Nachdem Laura verschwunden bleibt, findet die Polizei alsbald einen ersten Verdächtigen, doch von Laura fehlt weiterhin jede Spur. Tatjana, die Mutter des Mädchens jedoch gibt auch ein Jahr später die Suche nach ihrem Kind nicht auf, auch wenn nicht nur ihre Ehe, sondern auch sie daran zu zerbrechen droht.

Und dann ist da noch Tom, der sich schon als Kind immer ein Haustier gewünscht hat und der von bösartigen und sadistischen Trieben geleitet wird. Doch jetzt ist Tom erwachsen, Zeit sich seine Wünsche zu erfüllen, Zeit für Fida…

Puppenmutter von Astrid Korten

Verwirrender und leider enttäuschender Psychothriller

Am Rande von Paris in einem abgelegenen Haus lebt Tessa Simonet zusammen mit ihrem Mann Jules. Eines Tages wird Tessa tagsüber in ihrem Haus Opfer eines Überfalls. Sie wird von den Tätern bedroht, geschlagen und in Angst und Schrecken versetzt. Als dann noch Tessas Mann Jules in der gleichen Nacht Selbstmord begeht, stürzt das Leben der jungen Frau ein wie ein Kartenhaus. Obwohl ihre Familie, vor allem ihre Schwägerin und ihre beste Freundin Tessa zur Seite stehen wo sie nur können, ist nichts mehr wie es war und Tessa Simonet lebt in ständiger Angst und Verunsicherung. Was Tessa nicht ahnt ist, dass die, die sie am meisten umsorgen eiskalt ihre eigenen Interessen verfolgen…

Sonntag, 6. Januar 2019

Ich bin Single, Kalimera von Friedrich Kalpenstein

Fremdschämen mit Herbert – ein kurzweiliger, komischer und unterhaltsamer Roman

Herbert, Bayer, Mitte 30 und Beamter ist Single und verbringt seinen Urlaub wie jedes Jahr im Süden. Wie sich ein alleinstehender Spießer in einem Familienhotel durchschlägt, die beste Liege am Pool reserviert und wie man(n) am besten bei Frauen ankommt, all diese hilfreichen Urlaubstipps hat Herbert auf Lager und nicht nur das, der selbstbewusste Bayer hat noch viel mehr zu bieten…