Ihr Lieben,
heute ist mein offiziell letzter Urlaubstag. Seit Dienstag sind wir zurück von der griechischen Insel Kos. Wir sind sehr froh, dass wir uns doch sehr kurzfristig für eine Urlaubsreise entschieden haben. Eigentlich war drei Wochen Urlaub zu Hause geplant. In dieser Woche auf Kos konnten wir aber absolut relaxen und entspannen, runterkommen und fernab vom Alltag die Batterien wieder aufladen.
Kos ist die drittgrößte griechische Insel und hat auch für diejenigen, die ihren Urlaub nicht nur in der Hotelanlage verbringen möchten, einiges zu bieten. Wir hatten vier Tage einen Mietwagen, einen kleinen grünen KIA, den wir liebevoll „unser Fröschle“ nannten. Der tapfere Kerl hat Einiges mit uns erlebt. Denn neben den Hauptstraßen, die relativ gut ausgebaut sind, haben wir auch mit Schlaglöchern gesäumte Nebenstraßen und steile Schotterpisten befahren. Ein echtes Abenteuer!
Im Inselnorden liegt Kos-Stadt, eine lebendige Stadt mit einer schönen Altstadt. Zahlreiche Geschäfte laden in den engen Gassen zum Bummeln ein. Außerdem sind die Straßen gesäumt von vielen kleinen Tavernen, hier lässt man sich am besten von seinem Bauchgefühl leiten, es ist sicherlich für jeden das Passende dabei.
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| Taverne in Kos-Stadt |
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| Originelle Dekoration |
Wenn man Richtung Kos-Stadt unterwegs ist, sollte man unbedingt einen Abstecher zum Asklepieion einplanen. Die Ruinen der antiken Heilstätte liegen auf einem Zypressen bewaldeten Hügel und wurde in mehreren Terrassen angelegt.
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| Ruinen von Asklepieion |
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| Statue in Asklepieion |
Schon auf dem Parkplatz wird man von unzähligen Straßenkatzen in allen Größen und Farben begrüßt. Die meisten der Tiere sind sehr zutraulich und haben unser Herz erwärmt. Streunende Katzen sind, nicht nur auf hier, sondern auf der ganzen Insel Kos ein großes Problem. Die Tierschutzorganisation GASAH hat deswegen ein Katzen-Sterilisationsprojekt ins Leben gerufen, um die Katzenpopulation einzudämmen. Denn nur wenigen Katzen geht es so gut wie in der Anlage von Asklepieion oder den Katzen in unserer Hotelanlage. Hier hat eine junge Tigerkatze drei Babys unter der Hotel-Strandbar geboren. Die Babys waren ca. 3 Wochen alt und sie und vor allem die Mama wurden von der Belegschaft wie auch von vielen Hotelgästen bestens versorgt.
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| Eine von vielen Straßenkatzen auf Kos |
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| Straßenkatzen von Asklepieion |
Ein weiteres Ziel unserer Erkundungstour war das Bergdorf Zia in der Inselmitte. Eine enge Straße führt in Serpentinen nach Zia. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf die Küste und den Alikes-Salzsee nahe Tigaki.
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| Blick von Zia auf die Küste |
Hier wurde eine große Saline unterhalten, die Mitte des 20. Jahrhunderts geschlossen wurde. Seitdem hat sich eine einzigartige Naturlandschaft entwickelt und bietet zahlreichen Wild- und Wasservögeln Brutplätze und Überwinterungsmöglichkeiten. Auch eine Population rosa Flamingos ist, wenn man Glück hat, zu beobachten.
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| Alikes-Salzsee von Tigaki |
Ein kleiner, im Berg angelegter und sehr gepflegter Naturpark ist ebenfalls sehenswert. Zia hat meiner Meinung nach trotz dem Tourismus wenig an seiner Traditionalität eingebüßt. Auch hier gibt es viele kleine Geschäfte und Tavernen die zum Bummeln und Einkehren einladen.
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| Blick vom Naturpark Zia auf die Küste |
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| Taverne in Zia |
Im Westen liegt das Fischerdorf Kefalos. Auf unserem Weg dorthin haben wir einige wunderschöne Strände gefunden, die nicht von Touristen überfüllt waren. Z.B. Paradiso Beach, den man allerdings nur über eine extrem steile Schotterpiste erreicht und unserem „Fröschle“ einiges abverlangte.
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| Kefalos |
Am Magic Beach haben wir dann für ein Weilchen die Seele baumeln lassen und das Rauschen des Meeres genossen. Auch dieser Strand war überhaupt nicht überfüllt. Ebenso am Strand von Kouros Palace ganz in der Nähe von Mastichari. Auch hier war wenig los und die Brandung war atemberaubend schön. Hier kann man ein ganzes Stück am Strand entlang spazieren bis man zu einer kleinen, vermutlich von einem Fischer betriebenen Taverne kommt. Hier war es sehr gemütlich und man hatte einen wunderschönen Blick über das Meer und die vorgelagerten Inseln.
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| Taverne am Kouros Beach |
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| Brandung am Kouros Beach |
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Magic Beach
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Trotz Urlaub in der Hauptsaison hatten wir nicht das Gefühl, dass Kos touristisch total überfüllt ist. Vermutlich liegt es daran, dass die wenigsten Touristen mit dem Mietwagen die Insel erkunden, sondern ihren Urlaub ausschließlich in der Hotelanlage verbringen.
Wir waren im Lakitira-Resort & Village in Kardamena untergebracht und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Kein großer Hotelbunker, sondern viele kleine Häuschen mit griechischem Flair. Es war für jeden Gast etwas dabei, man hat sich dort viel einfallen lassen. Griechische Live-Musik in der kleinen hoteleigenen Taverne oder Beachparty und Karaoke an der Strandbar.
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| Hotelanlage mit Blick auf die Taverne |
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| Hotel-Strandbar |
Einziger Wermutstropfen an unserem Urlaub: Kos hat ein Plastikproblem und ist diesbezüglich sicherlich nicht die einzige Insel im Mittelmeer. Bei jedem Einkauf und sei es nur eine Kleinigkeit, die problemlos im Rucksack verstaut werden könnte, wird eine Plastiktüte gezückt. Die Menschen sind für diese Problematik überhaupt nicht sensibilisiert. Leider wurden auch in der Hotel-Strandbar die Drinks in Plastikbechern ausgegeben. Wir haben darauf bestanden, dass wir unsere Becher mehrmals verwenden wollen, was zuerst auf Unverständnis seitens der Belegschaft stieß, doch schnell wurde es akzeptiert und vielleicht konnten wir mit unseren Aufklärungsversuchen einen klitzekleinen Schritt in die richtige Richtung bewegen.
Wir haben unseren Urlaub auf Kos sehr genossen und es die Heimreise ist uns sehr schwer gefallen. Definitiv haben wir die Menschen und die Insel in unser Herz geschlossen und waren sicherlich nicht zum letzten Mal dort.
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| Sonnenaufgang |
Ich hoffe, ihr habt meinen kleinen Reisebericht gerne gelesen und ich konnte Euch damit etwas Sonne, Meer und griechisches Flair nach Hause zaubern.
Eure Kerstin