Frau Holle ist zurück – Frostig und böse, aber auch mit ernstem Unterton
Es kommt alles zurück.
Das Gute, das Böse, das Pech und das Glück, es kommt alles zurück.
(Frau Holle, Märchen der Gebrüder Grimm)
Mit Gold belohnt, mit Pech gestraft … Die Nacht ist bitterkalt, und doch fällt keine einzige Schneeflocke vom Himmel. Eine alte Frau betritt mit leisem Schritt die Welt der Menschen. Sie ist gekommen, um eine neue Dienerin zu finden – das ist ihr Recht seit Anbeginn der Zeit. Doch mit einem hat die Alte nicht gerechnet: dass sie erwartet wird. Von den einst unschuldigen Mädchen, die sie in ihr Reich holte und nach einem Winter der Sklaverei zur Unsterblichkeit verdammte. Sie alle flüstern den Namen ihrer Peinigerin wie einen Fluch: Frau Holle. Und sie werden nicht ruhen, bevor sie Rache genommen haben …(Quelle: Klappentext)
Meine Lieben,
es ist mal wieder Zeit für eine Gastrezension. Heute stellt Euch Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus den Horror-Roman "Tote Götter" von Faye Hell vor.
Faye Hell hat mit ihrem Roman "Keine Menschenseele" den Phantastik-Preis 2016 für das beste deutschsprachige Romandebüt gewonnen.
Inhalt: Während einer Amerika Reise beginnen sie, die Visionen, die Hannah an ihrem Verstand zweifeln lassen. Als hätte sie mit ihrer unheilbaren Multiplen Sklerose nicht schon genug zu kämpfen, sieht sie zurück in Österreich plötzlich unheimliche Wesen die den Platz der Menschen einnehmen. Als sich die Beweise dafür häufen, das sie nicht unter Halluzinationen leidet, beschließt sie den Kampf um den Erhalt der Welt wie wir sie kennen aufzunehmen. Oder spielen ihr vielleicht doch nur die langsam versagenden Nerven einen Streich?
Meine Meinung:
Horror trifft auf Anspruch.
Mit diesem Satz ist eigentlich schon alles gesagt, aber das reicht natürlich nicht wirklich für eine ernstzunehmende Rezension.
Die Autorin Faye Hell hat ein wahres Meisterwerk geschaffen, sprachlich anspruchsvoll und hochspannend.Natürlich spart die Autorin nicht an klassischen Horrorelementen und doch lebt es in weiten Teilen von der besonderen Atmosphäre, von dem was man sich als Leser vorstellt.
Hannah ist eine sehr sympathische Protagonistin, die trotz ihrer schweren Krankheit niemals aufgibt und die Kraft aus der Beziehung zu ihrem Freund Lukas zieht, der sie in allem was sie tut unterstützt, hier hatte ich ja erst Bedenken das diese Liebe zu viel Raum in der Geschichte einnimmt und am Ende Lukas als der strahlende Held da steht, aber da habe ich die Autorin völlig unterschätzt, Hannah ist genauso wie Frauen nun mal sind: Stark und mutig, sensibel und durchaus in der Lage Hilfe anzunehmen, wenn sie sie brauchen.
Die Story an sich kann man als komplex bezeichnen. Den Gedanken es schnell an zwei, drei Lesetagen durchzulesen habe ich schnell beiseite geschoben, das Buch braucht schon mehr Aufmerksamkeit und vor allem Ruhe zum Lesen, aber so ist das nun einmal bei Poesie.
Ich gebe für Tote Götter eine absolute Leseempfehlung und freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (24. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958692931
ISBN-13: 978-3958692930
Die Hexe geht um – zu wenig Horror und dürftige Spannung
Die Bewohner des beschaulichen Städtchens Black Spring tragen allesamt ein Geheimnis mit sich herum. In diesem Ort gibt es nicht nur Wälder und unberührte Natur, in Black Spring gibt es vor allem Katherine van Wyler, eine dreihundert Jahre alte Hexe. Mund und Augen zugenäht, der ausgezehrte, uralte Körper von Eisenketten umschlungen, so spaziert die Hexe durch den Ort und sorgt für Angst und Schrecken.
Für die Menschen in Black Spring gelten strenge Regeln. Die Bewohner dürfen den Ort nur für kurze Zeit verlassen, es gibt kein Internet und Besuch von außerhalb ist nur eingeschränkt möglich. Niemand darf je von der Hexe erfahren, die Gefahr, dass Katherines Fluch die Stadt erschüttert ist zu groß. Denn sollte Katherine van Wyler jemals ihre Augen öffnen, wird dieser Tag Black Springs und all seine Bewohner ewige Verdammnis bringen. Doch eines Tages haben die Teenager des Ortes die ewigen Einschränkungen und Regeln satt. Sie ahnen nicht, welche grausamen Mechanismen sie damit in Gang setzen werden…
Schaurige Monstergeschichten – Das Leben des John Coal
In dem kleinen englischen Städtchen Thetford steht, wie vermutlich in jeder Stadt irgendwo auf der Welt, ein altes, heruntergekommenes Haus. Es wirkt unheimlich und gruselig, unter anderem auch wegen seinem eigenbrötlerischen und etwas verrückt wirkenden Bewohner John Coal.
Irgendwann finden die Jungs aus der Nachbarschaft Spaß daran, dem alten Sonderling Streiche zu spielen, die allerdings immer übermütiger und dreister werden. Die Halbstarken ahnen jedoch nicht, mit wem sie sich da anlegen. John Coal hat viele dunkle Geheimnisse, einige davon handeln von Vampiren und Werwölfen, von Serienmördern und Geistern.
Eines Tages hat John Coal keine Lust mehr, das Opfer nerviger Streiche zu sein. Er stellt den Nachbarsjungen eine Falle. Diese schnappt zu und die Kids landen in Coals düsterem Keller…