Sonntag, 3. Januar 2016

Schwarzweiß von Antonia Fennek


Klappentext:
Als der psychisch kranke Mörder Niklas Rösch in den Maßregelvollzug der Hamburger Psychiatrie eingewiesen wird, ändert sich alles im Leben der Ärztin Regina Bogner. Von Anfang an tritt Rösch so auf, als besäße er allein die Kontrolle. Woher kennt er Einzelheiten aus Reginas sorgsam gehüteter Vergangenheit? Und ist der grauenvolle Mord an seiner Nachbarin tatsächlich seine erste Tat? Als Rösch die Flucht aus dem Maßregelvollzug gelingt, schwebt nicht nur Regina in tödlicher Gefahr. Denn ihre Tochter Anabel passt genau in Röschs Beuteschema …

Zum Inhalt:
Dr. Regina Bogner ist Ärztin und arbeitet in einer Hamburger Psychiatrie im Maßregelvollzug. Dort wird der Mörder Niklas Rösch eingewiesen, über den ein Gutachten aussagt, er leide unter Schizophrenie. Rösch hat seine Nachbarin auf bestialische Weise getötet. Doch schon nach den ersten Therapiegesprächen zweifelt Regina schwer an dieser Diagnose. Röschs Auftreten ist alles andere als das eines Schizophrenen. Er spielt mit Regina, weiß Dinge aus ihrer Vergangenheit im Sudan, ein Geheimnis das Regina ebenso schützt wie ihre 17jährige Tochter. Doch ihre Vorgesetzten schenken der Ärztin keinen Glauben. Dann flüchtet Niklas Rösch während einem Zahnarztbesuch und tötet kurz darauf eine Frau aus Reginas Umfeld. Schnell wird klar, Dr. Regina Bogner und ihre Tochter Anabel sind in großer Gefahr…

Mit „Schwarzweiß“ ist der Autorin Antonia Fennek ein wunderbares Debüt gelungen. Schon mit dem Prolog gelingt es ihr geschickt, die Neugier der Leser zu wecken und sofort Spannung aufzubauen, welche bis zum Ende des Buches permanent hoch gehalten wird. Der Epilog ist dann der absolute Hammer und eine gelungene Überraschung. Die Protagonisten, die recht überschaubar sind, hat Fennek gut herausgearbeitet, auch wenn man nur häppchenweise mehr über die Charaktere und deren Vergangenheit erfährt. Regina und ihre Tochter wirken, vermutlich gerade wegen ihrer Vergangenheit sehr taff, Niklas Rösch wird als kalter und berechnender Mörder dargestellt, zu dem ihn vermutlich unter anderem auch die Erlebnisse in seiner frühen Kindheit und Jugend gemacht haben. Der Schreibstil von Antonia Fennek flüssig und sehr gut zu lesen, die Sprache klar, stellenweise auch derb. Gut gefallen haben mir die Einblicke in den Alltag eines Maßregelvollzuges, man stellt sich die Frage, wer die Menschen sind, die dort einsitzen. Was hat sie dazu gebracht, schlimme Dinge zu tun? Vermutlich gibt es zu diesem Thema eben nicht nur schwarz und weiß, sondern auch sehr viel dazwischen. Interessant war dann auch das Schlusswort der Autorin und das daran angefügte Glossar mit Erklärungen zu den häufigsten Fachbegriffen. 
Mit „Schwarzweiß“ hat Antonia Fennek einen tiefgründigen, gut durchdachten und hochspannenden Thriller geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und Lust auf mehr aus der Feder der Autorin macht. Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung!


Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.egmont-lyx.de/buch/schwarzweiss/

Verlag: Lyx Egmont ( 15. Januar 2015)
Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN: 978-3802595332

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