Montag, 14. März 2016

Farbenblind von Colby Marshall





Klappentext:
Dr. Jenna Rameys Gehirn besitzt eine seltene Eigenart in der Wahrnehmung, durch die ihre Eindrücke farblich aufblitzen: Rot kann Zorn bedeuten, Liebe oder Kraft. Doch Jenna ist imstande, diese plötzlichen Assoziationen zu nutzen, um aus Personen und Situationen zu lesen wie niemand sonst. Nun hat das FBI den Massenmörder Isaac Keaton festgenommen und die forensische Psychiaterin zu Hilfe gerufen. Im Verhör erfährt sie, dass er es – ob hinter Gittern oder nicht – in der Hand hat, noch mehr Unschuldigen Leid zuzufügen, und besessen davon ist, auch sie unter Kontrolle zu bringen. Jenna allein kann mit ihrem einzigartigen Feingespür verhindern, dass Keatons Drohungen Wirklichkeit werden ...

Zum Inhalt:
Dr. Jenna Ramey ist forensische Psychiaterin mit einer außergewöhnlichen Gabe.  Sie ist Synästhetikerin, d.h.  ihr Gehirn stellt bestimmte Wahrnehmungen und Eindrücke Jennas in Form einer bestimmten Farbe dar. Diese plötzlichen Assoziationen können für Jenna in ihrer Arbeit mit psychisch kranken Menschen durchaus hilfreich sein. Als Isaak Keaton bei einem Amoklauf in einem Freizeitpark 20 Menschen tötet lässt er sich vom FBI widerstandslos festnehmen. Bei seiner Vernehmung verlangt er sofort nach Dr. Jenna Ramey, obwohl diese nicht mehr aktiv als FBI-Profilerin tätig ist. Vieles im Gespräch mit Keaton deutet darauf hin, dass es sich um einen der sogenannten „Zwillingsmörder“ handelt. Die Frage ist, welche Gefahr stellt der sich noch auf freiem Fuß befindliche Partner Keatons dar?  In einem regelrechten Psychoduell  mit Isaak findet Jenna heraus, dass Keaton mehr über ihr  Privatleben weiß als ihr lieb ist, dass sie und ihre Familie in Gefahr sind und dass er noch mehr Unschuldigen  Leid zufügen wird, wenn Jenna nicht verhindern kann, dass Isaak Keatons Drohungen Wirklichkeiten werden…

Die Idee die hinter dem Thriller „Farbenblind“ von Colby Marshall steckt hat mich neugierig gemacht, mit dem Thema Synästhesie habe ich mich vorher noch nie wirklich beschäftigt, geschweige denn etwas davon gehört. Leider hat das Buch dann doch nicht gehalten, was ich mir versprochen hatte. Die Geschichte an sich fand ich eigentlich recht gut, ein Psychopath der sein perfides Spiel dadurch umsetzt, in dem er Dritte manipuliert um an sein Ziel zu kommen. Dennoch habe ich mich eher durch das Buch gequält und als Pageturner würde ich es keinesfalls bezeichnen. Die vielen Dialoge machen es meines Erachtens zu langatmig und nehmen so die Spannung aus der Story. Auch Jennas Gabe blieb mir zu undurchsichtig, zwar wurden immer mal wieder Farben und Wahrnehmungen in den Raum gestellt, die tieferen Erklärungen hierzu blieben aber leider aus. Die Charaktere haben mich auch nicht wirklich berührt, wirkten auf mich gefühls- und emotionslos ohne viel Tiefgang. Auch hier bleiben viele Fragen einfach offen. Der Schreibstil der Autorin war allerdings gut und flüssig zu lesen.
Alles in allem konnte mich „Farbenblind“ von Colby Marshall nicht überzeugen, zu wenig Spannung zu viele langatmige Passagen zu wenig Tiefgang. Leider enttäuschend. 

Das Buch kann hier bestellt werden:

Verlag: Heyne (9. November 2015)
Taschenbuch, 432 Seiten
ISBN: 978-3-453-41836-3


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