Donnerstag, 1. Juni 2017

Guides - Die erste Stunde von Robison Wells

Nicht hundertprozentig überzeugender Si-Fi-Jugendroman, 3,5 Sterne

In Minnesota, USA stürzt ein UFO mit unvorstellbaren Ausmaßen ab. Unter sich hat es einen ganzen Landstrich begraben und unzählige Menschen in den Tod gerissen. Während viele Menschen flüchten, wird die siebzehnjährige Alice von ihrem Vater direkt an den Ort der Katastrophe gebracht. 

Das Mädchen soll, während ihr Vater, der bei der NASA arbeitet und die Untersuchungen an der Unglücksstelle leitet, in einem ansässigen Internat leben.
Hautnah bekommen Alice und die anderen Internatsschüler mit, wie die unbekannten Geschöpfe das Raumschiff verlassen. Kommen die Aliens in Frieden, oder ist die ganze Menschheit in Gefahr?


„Guides – Die erste Stunde“ von Robison Wells ist ein Jugendroman den man dem Bereich Sciene-Fiction zuordnen kann. Ich habe gut und schnell in die Story gefunden, der Schreibstil ist locker, zwanglos, manchmal auch etwas flapsig, passt aber meines Erachtens gut zu einem Jugendroman. Für mich war es angenehm und flüssig zu lesen. 

Im Focus der Geschichte steht die siebzehnjährige Alice, zusammen mit ihr erlebt man quasi hautnah die Stimmung der Bevölkerung nach dem Absturz des Raumschiffes, welcher zahlreichen Menschen das Leben gekostet hat. Die große Frage, die alle, natürlich auch die Jugendlichen aus dem Internat, beschäftigt ist, ob die Aliens aus dem gigantischen UFO in Frieden kommen. Oder wird durch das Erscheinen dieser Fremden das Leben überall auf der Welt ein anderes werden? Wird die Menschheit und deren Existenz auf der Erde bald Geschichte sein?

Spannend, aber auch mit viel Humor erzählt Wells was Alice und ihren Freunden widerfährt, als sich plötzlich die Tür des Raumschiffs öffnet und die ersten „Guides“ die Erde betreten. Ich möchte hier gar nicht zu viel vom Inhalt verraten, nur so viel, im Verlauf der Geschichte wird es eine erschreckende Wendung geben, mit der ich so nicht gerechnet hätte und mit der mich der Autor wirklich positiv überrascht hat. Allerdings wurde die Lesefreude auch etwas getrübt., denn manches, was Alice im Laufe der Story erlebt, halte ich für überzogen, wenig glaubhaft und selbst für ein Science-Fiction-Buch für unrealistisch.

Die Protagonistin Alice hat mir gefallen. Selbstbewusst, offen und voller Empathie für andere, was sie deutlich von den anderen Charakteren abhebt. Denn diese wirkten wie verzogene, reiche, etwas zu arrogante und hochbegabte Jugendliche aus der Upper Class.  Vermutlich sollen sie aber genau das darstellen, mir jedoch war das zu oberflächlich.
Was ich in dem Buch allerdings vergeblich gesucht habe, war das pure Grauen, für das Robison Wells angeblich so bekannt sein soll.



„Guides – Die erste Stunde“ ist ein spannender leicht zu lesender Jugendroman aus dem Science-Fiction-Bereich. Überraschende Wendungen, aber auch unrealistische und wenig glaubhafte Handlungen wechseln sich ab. Alles in allem war mir die Story etwas zu flach, weshalb mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen konnte.




Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 10.04.2017
Flexibler Einband 272 Seiten
Sprache: Deutsch

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